Denkwürdigkeiten von den Früchten China’s.
279
an den Spitzen der Stengel hundert Früchte an. Die grossen
heissen mit Namen Gehäuse. Die Wurzeln haben Aehnlichlceit
mit den Yamlcnollen. Die grossen sind gleich einer Nabe.
Die Früchte folgen den Blüthen nach. Jede Blüthe hat eine
Flügelthüre. Jede Flügelthüre hat sechs Früchte, welche sich
früher und später an einander reihen. Die Früchte entstehen
nicht zugleich, die Blüthen fallen nicht zugleich ab. Von
diesen Bananen gibt es drei Arten. Die Früchte der einen
Art sind so dick wie ein Daumen und lang und spitzig. Es
gibt deren, welche Aehnlichkeit mit Widderhörnern haben.
Sie heissen die Bananen der Widderhörner. Ihr Geschmack
ist sehr süss und gut. Die Früchte einer anderen Art sind
so gross wie Hühnereier. Es gibt deren, welche Aehnlichkeit
mit Kuheutern haben. Ihr Geschmack steht demjenigen der
Banane der Widderhörner ein wenig nach. Noch eine Art ist
so gross wie die Wurzeln der Wasserlilie. Die Früchte sind
sechs bis sieben Zoll lang. Ihre Gestalt ist ein regelmässiges
Viereck. Sie sind etwas süss und von Geschmack sehr schwach.
Ihre Stengel sind wie bei dem Yam. Man nimmt sie und beizt
sie mit Asche. Man kann sie spinnen.
Die Denkwürdigkeiten von merkwürdigen Dingen:
Die Blätter der Banane sind so gross wie Bambusmatten.
Die Stengel sind gleich denjenigen des Yam. Man nimmt sie,
siedet sie in Kesseln und macht daraus Rohseide, die man
spinnen kann. Für weibliche Arbeiten bildet man aus ihnen
groben und feinen Flachs. Es ist der gegenwärtige Flachs
von Kiao-tschi. Das Herz im Inneren ist gleich dem Schwanenhaupte
des Knoblauchs. Es wächst und wird so gross wie
eine zusammengefügte Trinkschale. 1 Dadurch bilden sich die
Fruchtgehäuse. Ein Gehäuse enthält mehrere Zehende von
Stücken. Die Haut der Früchte ist roth wie Feuer. Zerschneidet
man sie, so sind sie in der Mitte schwarz. Man
schält die Haut ab und verzehrt ihr Fleisch, welches wie Honig
und sehr gut ist. Von vier bis fünf Stücken kann man gesättigt
sein, und der starke Nachgeschmack bleibt noch immer
zwischen den Zähnen.
’ Der Sinn und selbst die Beziehungen der letzteren zwei Sätze bleiben
dunkel.