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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

Denkwürdigkeiten  von  den  Früchten  China’s.

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an  den  Spitzen  der  Stengel  hundert  Früchte  an.  Die  grossen
heissen  mit  Namen  Gehäuse.  Die  Wurzeln  haben  Aehnlichlceit
  mit  den  Yamlcnollen.  Die  grossen  sind  gleich  einer  Nabe.
Die  Früchte  folgen  den  Blüthen  nach.  Jede  Blüthe  hat  eine
Flügelthüre.  Jede  Flügelthüre  hat  sechs  Früchte,  welche  sich
früher  und  später  an  einander  reihen.  Die  Früchte  entstehen
nicht  zugleich,  die  Blüthen  fallen  nicht  zugleich  ab.  Von
diesen  Bananen  gibt  es  drei  Arten.  Die  Früchte  der  einen
Art  sind  so  dick  wie  ein  Daumen  und  lang  und  spitzig.  Es
gibt  deren,  welche  Aehnlichkeit  mit  Widderhörnern  haben.
Sie  heissen  die  Bananen  der  Widderhörner.  Ihr  Geschmack
ist  sehr  süss  und  gut.  Die  Früchte  einer  anderen  Art  sind
so  gross  wie  Hühnereier.  Es  gibt  deren,  welche  Aehnlichkeit
mit  Kuheutern  haben.  Ihr  Geschmack  steht  demjenigen  der
Banane  der  Widderhörner  ein  wenig  nach.  Noch  eine  Art  ist
so  gross  wie  die  Wurzeln  der  Wasserlilie.  Die  Früchte  sind
sechs  bis  sieben  Zoll  lang.  Ihre  Gestalt  ist  ein  regelmässiges
Viereck.  Sie  sind  etwas  süss  und  von  Geschmack  sehr  schwach.
Ihre  Stengel  sind  wie  bei  dem  Yam.  Man  nimmt  sie  und  beizt
sie  mit  Asche.  Man  kann  sie  spinnen.
Die  Denkwürdigkeiten  von  merkwürdigen  Dingen:
Die  Blätter  der  Banane  sind  so  gross  wie  Bambusmatten.
Die  Stengel  sind  gleich  denjenigen  des  Yam.  Man  nimmt  sie,
siedet  sie  in  Kesseln  und  macht  daraus  Rohseide,  die  man
spinnen  kann.  Für  weibliche  Arbeiten  bildet  man  aus  ihnen
groben  und  feinen  Flachs.  Es  ist  der  gegenwärtige  Flachs
von  Kiao-tschi.  Das  Herz  im  Inneren  ist  gleich  dem  Schwanenhaupte
  des  Knoblauchs.  Es  wächst  und  wird  so  gross  wie
eine  zusammengefügte  Trinkschale.  1  Dadurch  bilden  sich  die
Fruchtgehäuse.  Ein  Gehäuse  enthält  mehrere  Zehende  von
Stücken.  Die  Haut  der  Früchte  ist  roth  wie  Feuer.  Zerschneidet ­
  man  sie,  so  sind  sie  in  der  Mitte  schwarz.  Man
schält  die  Haut  ab  und  verzehrt  ihr  Fleisch,  welches  wie  Honig
und  sehr  gut  ist.  Von  vier  bis  fünf  Stücken  kann  man  gesättigt ­
  sein,  und  der  starke  Nachgeschmack  bleibt  noch  immer
zwischen  den  Zähnen.

’  Der  Sinn  und  selbst  die  Beziehungen  der  letzteren  zwei  Sätze  bleiben
dunkel.
            
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