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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

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Pfizmaier.

verzehren  sie  zum  Weine.  Man  verschenkt  sie  auch,  stellt  sie
auf  und  hat  sie  wie  Früchte.
Die  süsse  Banane.
Der  Name  der  süssen  Banane  ist  -if*  m  Kan  -  tsiao
oder  ^  Pa-tsiao.
Die  Namen  der  Paläste  und  Söller  von  Tsin:
In  dem  Garten  des  blumigen  Waldes  waren  zwei  Bananenbäuine. ­

Die  Denkwürdigkeiten  von  Fremdländern  des  Südens:
In  dem  Lande  Nan-tschao  (Tung-king)  gibt  es  keine
Teller.  Man  reicht  die  Speisen  auf  Bananenblättern.
Die  erweiterten  Denkwürdigkeiten:
Die  Stengel  der  süssen  Banane  sind  wie  bei  der  Wasserlilie ­
  und  dem  Yam.  Doppelte  Häute  hüllen  sich  gegenseitig
ein.  Sie  sind  so  dick  wie  eine  Trinkschale  oder  ein  Gantang.
Die  Blätter  sind  zwei  Schuh  breit  und  eine  Klafter  lang.  Die
Früchte  haben  Ecken  und  sind  sechs  bis  sieben  Zoll,  manchmal ­
  drei  bis  vier  Zoll  lang.  Sie  wachsen  reihenweise  und
stehen  zu  Zweien  einander  gegenüber,  als  ob  sie  sich  umarmten. ­
  Wenn  man  die  obere  Haut  abschält,  sind  sie  von
Farbe  roth  und  weiss.  Ihr  Geschmack  ist  demjenigen  der
Weintrauben  ähnlich.  Sie  sind  süss  und  sättigen  den  Menschen.
Die  Wurzel  ist  so  gross  wie  Yamknollen.  Sie  ist  von  der
Grösse  eines  Scheffelmasses  und  von  grüner  Farbe.  Die
Stengel  sind  gelöst  und  zerstreut  wie  Seidenfäden.  Man  webt
daraus  Flachs  und  nennt  diesen  den  Bananenflachs.  Derselbe
ist  gebrechlich,  aber  gut.  Seine  Farbe  ist  gelb  und  weiss,
nicht  wie  die  Farbe  des  Flachses.  Er  stammt  aus  Kiao-tschi
und  Kien-ngan.
Die  Denkwürdigkeiten  von  merkwürdigen  Dingen  der
südlichen  Landschaften  :
Die  süsse  Banane  ist  eine  Art  Pflanze.  Man  sieht  sie
von  ferne  gleich  den  Bäumen.  Die  grössten  messen  eine  Umfassung. ­
  Die  Blätter  sind  eine  Klafter,  manchmal  sieben  bis
acht  Schuh  lang  und  einen,  auch  zwei  Schuh  breit.  Die
Blüthen  sind  so  gross  wie  ein  Weinbecher.  .Sie  sind  von  Gestalt ­
  und  Farbe  gleich  den  Blüthen  der  Wasserlilie.  Sie  setzen
            
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