Homerische Studien.
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bei unserer Auffassung nicht etwa jedes überflüssige i in den
Texten der Tragiker in Schutz nehmen wollen, von denen
viele glücklich aus den Dialogpartien entfernt sind, sowie Paley’s
Vorgehen recht bedenklich erscheint. In grösserm Umfang
nimmt dieser Gelehrte t in der Geltung von j und sucht auf diesem
Wege viele Anapäste aus dem jambischen Trimeter zu entfernen
(vergl. seine Bemerkung zu Aesch. Ch. 1 'Epjj.vj /_0:v.s,
it is more than probable timt tlie latter worcl was pronounced
as an iarnbus, the t liaving sometimes tlie power of i or y).
Und nicht bloss im Innern Anden wir ein solches s, sondern
auch im Anlaut, wie denn oft bei den Tragikern ein handschriftliches,
wohl gesichertes hi> Metrums halber in w verwandelt
werden muss, das durch halbconsonantische Aussprache
des i erhalten bleibt. Ein anderes Beispiel ist ’IooXiou Arist.
Equ. 407. Für die Aussprache jokaoc des Eigennamens ’ls/.ao?
bei Eur. Heracl. 30, 237 u. s. w. spricht sich Maurophrydes
aus (Kuhn’s Zs. VII 144), und so ist ’lcccwv auszusprechen in
dem von Pausauias V 1 überlieferten Hexameter:
MirjoEi'av ’lcfcwv -Yagis! y.sXs-ca a’ Acpoci-a.
Die gleiche Behandlung widerfährt nur seltener dem u, das
als f tönt in ysvijwv Pind. P IV 225, ’Ep’.viwv Eur. Iph. T. 906.
945. 1424 (K), in •/.uötvc&tnBec Aesch. Pers. 559, bei Lucian Epigr.
39, o-jcTv Soph. OB. 640.
Müssen wir aber nicht das Wiederaufleben abgestorbener
Laute wie des j und F für höchst bedenklich halten in so später
Zeit? ,Man darf sich', bemerkt dagegen Schmidt a. a. O-, ,über
dieses Wiederauftreten eines scheinbar ganz antiquirten Lautes
unter besonderen Umständen nicht wundern, da alle Sprachen
genug analoge Erscheinungen aufweisen. So ist ohne Zweifel
dem Griechen auch eine Art von j im Inlaut geblieben, und
man hat gewiss nicht -dio vooso, sondern vielmehr toi jo nooijo
zu sprechen, das j als eine ganz leise Schwingung, wie die
Lateiner es unter denselben Verhältnissen sprechen und die
Franzosen es bewahrt haben. Hierauf weisen auch sogenannte
Zerdehnungen wie i\ioiwc. die ebenso wenig von den Dichtern
aus der Luft gegriffen und rnetri causa angewandt wurden
wie jene andere, öpioxja u. dgl. m.‘ Nun freilich, physiologisch
genau die Art dieses j zu definiren, ist eine Sache der Unmöglichkeit.
Auf die auch im Griechischen anzuerkennende