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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

Denkwürdigkeiten  von  den  Früchten  China’s«

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nördlichen  Gegenden  hochzuschätzen  seien.  Tschang-si  antwortete: ­
  Die  Maulbeeren  sind  wohlriechend  und  süss.  Das
Geschrei  der  Geier  und  Meeradler,  der  Ton  der  Ledertrommel
wiederhallt.  Dicker  Wein  und  Milch  trank  nähren  das  Angeborne.
  Die  Menschen  hegen  im  Herzen  keinen  Neid.
Die  von  Yang-tschi  verfasste  Geschichte  des  Buddhagartens ­
  von  Lö-yang:
Der  mittlere  Buchführer  und  aufwartende  Leibwächter
Wang-yi  von  dem  Kloster  Jp  Yuen-hoei  las
auf,  was  in  dem  Wohngebäude  begründet  ward.  Vor  der
Buddhahalle  wuchs  ein  Maulbeerbaum.  Gerade  nach  oben  in
der  Höhe  von  fünf  Schuhen  umgaben  ihn  in  der  Quere  Aeste
und  Zweige.  Sprossen  und  Blätter  breiteten  sich  zur  Seite
von  Gestalt  gleich  einem  Wagendache  von  Flügelfedern.  Wieder ­
  in  der  Höhe  von  fünf  Schuhen  war  alles  fünffach,  und
jedes  Einzelne  dieses  Fünffachen  hatte  verschiedene  Blätter
und  Maulbeeren.  Die  Mönche  und  Laien  der  Mutterstadt  nannten ­
  ihn  den  göttlichen  Maulbeerbaum.  Diejenigen,  die  ihn
betrachteten,  bildeten  einen  Markt.  Diejenigen,  die  ihm  Gaben
spendeten,  waren  sehr  viele.  Der  Kaiser  hörte  es  und  empfand
darüber  Verdruss.  Er  glaubte,  dass  man  die  Menge  berücke.
Er  befahl  dem  Geschäftsträger,  dem  aufwartenden  Leibwächter
des  gelben  Thores  ^  Yuen-ki,  den  Baum  umzuhauen.
An  diesem  Tage  bedeckten  die  Gegend  Wolken,  Nebeldunst
und  Finsterniss.  An  der  Stelle,  wo  man  die  Axt  angelegt
hatte,  floss  Blut  zur  Erde  hernieder.  Alle,  die  es  sahen,  waren
betrübt  und  weinten.
Die  Reden  des  Zeitalters:
Ein  Manu,  Namens  Wang-kiä,  kam  aus  den
nördlichen  Gegenden  und  begab  sich  zu  dem  Fürsten  von  dem
Geschlechte  jÜJ-  Sie.  Dieser  fragte,  welche  Früchte  der  nördlichen ­
  Gegenden  die  anderen  am  meisten  übertreffen.  Kiä
sagte,  die  Maulbeeren  seien  die  besten.  Der  Fürst  fragte:
Mit  welchen  Früchten  im  Osten  des  Stromes  kann  man  sie
vergleichen?  —  Kiä  sagte,  sie  seien  so  verbreitet  wie  die
gelben  süssen  Pomeranzen.  Der  Fürst  sprach:  Wozu  sind
deine  eitlen  Reden?  —  Kiä  stand  jetzt  in  dem  Rufe,  dass  er
eitle  Reden  führe.  Er  glaubte  zu  wissen,  was  die  Vorgesetzten
und  Reichsgehülfen  hochschätzen.  Er  kaufte  schnelle  Pferde
Sitzungsber.  d.  pbil.-hist.  CI.  LXXVIII.  Bd,.  I.  Hft.  18
            
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