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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

Denkwürdigkeiten  von  den  Früchten  China’s.

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welche  dieser  Baum  hervorbringt,  sind  drei  Schuh  lang,  die
Früchte  so  gross  wie  das  Bein  eines  Menschen.  Man  zerschneidet ­
  diese,  nimmt  den  Saft  und  bereitet  daraus  Wein.
Derselbe  ist  von  Geschmack  süss.  Das  Trinken  macht  ebenfalls ­
  berauscht.
Die  Geschichte  von  Yün-nan:
Nan-tschao  (Tung-king)  schickte  einen  Gesandten.  Derselbe ­
  brachte  die  Früchte  der  südlichen  Reiche.  Darunter  befanden ­
  sich  Cocosnüsse,  die  von  Gestalt  gleich  einem  grossen
Rinderherzen.  Man  zersprengte  eine  einfache  grobe  Rinde.
Nachdem  man  diese  gänzlich  zerschlagen,  war  noch  eine  einfache ­
  harte  Schale,  die  eine  kleine  Öeffnung  hatte.  Man  durchbohrte ­
  sie  mit  einem  Essstabe  und  fand  darin  zwei  Löffel  voll
zubereiteten  Trankes.  Der  Geschmack  desselbe  war  süss,  die
Farbe  weiss.

In  Yün-nan  gibt  es  viele  Cocosnüsse.  Man  legt  sie  auch
in  Honig  ein  und  macht  sie  zu  Reisspeise.
Die  erweiterten  Denkwürdigkeiten:
Der  Cocosnussbaum  ist  sechs  bis  sieben  Klafter  hoch
und  ohne  Aeste  und  Zweige.  Er  hat  Blätter,  die  gleich  zusammengebundenen ­
  glatten  Binsen.  Dieselben  befinden  sich
auf  der  Spitze  des  Baumes.  Die  Früchte  sind  gleich  grossen
Melonen  und  hängen  an  dem  Gipfel  des  Baumes.  Die  Früchte
haben  auswendig  eine  Schale,  in  der  Mitte  einen  Kern.  Innerhalb ­
  der  Schale  befindet  sich  ein  Gantang  Saft.  Derselbe  ist
klar  wie  Wasser,  vortrefflich  wie  Honig  und  kann  getrunken
werden.  Die  Haut  in  dem  Kerne  ist  weiss  wie  Schnee  und
einen  halben  Zoll  dick.  Der  Geschmack  der  Frucht  ist  gleich
demjenigen  der  Wallnuss,  aber  besser.  Sie  ist  essbar  und
stammt  aus  Kiao-tschi.  In  den  Häusern  pflanzt  man  sie.
Die  Beschreibung  der  Pflanzen  und  Bäume  der  südlichen
Gegenden:
Der  Cocosnussbaum  blüht  im  zweiten  Monate.  Die  Blüthen
legen  sie  dabei  um  das  Fruchtgehäuse.  Die  Gehäuse  legen
sich  an  einander.  Dreissig  Gehäuse  tragen  bisweilen  siebenundzwanzig ­
  bis  achtundzwanzig  Früchte.  Diese  sind  im  eilften
oder  zwölften  Monate  reif.  Der  Baum  ist  gelb  und  heisst  im
gemeinen  Leben  ft  m  Tan-hung.  Aus  der  zersprengten
            
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