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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

Denkwürdigkeiten  von  den  Früchten  China’s.

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sicli  nach  Osten  kehrt,  ist  der  Baum  Mo-wei. 1  Ein
Ast,  der  sich  nach  Süden  kehrt,  ist  der  Olivenbaum. 2
Die  Denkwürdigkeiten  von  dem  südlichen  Yue:
In  dem  Districte  Pö-lo  findet  sich  ein  ganz  vollständiger
Baum  von  zehn  Umfassungen  im  Umfange.  Derselbe  theilt
sich,  zwei  Klafter  von  dem  Boden  entfernt,  in  drei  Abzweigungen. ­
  Die  Blätter  der  gegen  Osten  gekehrten  Abzweigung
haben  Aehnlichkeit  mit  denjenigen  des  Zedarac.  Die  Früchte
sind  gleich  den  Oliven,  aber  fest.  Nachdem  man  die  Haut
weggeschnitten,  dienen  sie  den  Menschen  des  Südens  als  Reisspeise. ­
  Die  gegen  Süden  gekehrte  Abzweigung  ist  der  Olivenbaum. ­
  Die  gegen  Westen  gekehrte  Abzweigung  ist  (ebenfalls)
der  Olivenbaum.
Die  von  Fei-yuen  verfasste  Geschichte  von  Kuang-tscheu:
Aus  Oliven  wird  herber  Wein  bereitet.
Die  erweiterten  Denkwürdigkeiten:
Die  Olive  ist  so  gross  wie  ein  Küchlein.  In  Kiao-tscheu
trinkt  man  davon  einen  Wein.
Die  Beschreibung  der  Bäume  und  Pflanzen  der  südlichen
Landschaften:
Die  Früchte  des  Olivenbaumes  sind  so  gross  wie  Brustbeeren. ­
  Im  zweiten  Monate  blüht  der  Baum,  im  achten  oder
neunten  Monate  sind  die  Früchte  reif.  Roh  gegessen,  sind  sie
von  Geschmack  sauer,  ln  Honig  aufbewahrt,  sind  sie  süss  und
gut.  Man  findet  sie  in  Kiao-tschi,  Wu-ping,  Hing-ku  und
Kieu-tschin.
Die  Denkwürdigkeiten  von  merkwürdigen  Dingen  von
Lin-hai:
Die  Früchte  des  m  -fr  Yü-kan  sind  von  der  Gestalt
derjenigen  des  Baumes  ^  Siuen.  Anfänglich,  wenn  sie  in  den
Mund  und  auf  die  Zunge  gelangen,  sind  sie  herb  und  sauer.
Trinkt  man  Wasser,  so  sind  sie  süss.  Ferner  sind  wie  bei  den
Pflaumen  die  Kerne  der  Frucht  an  beiden  Enden  spitzig.  Man
nennt  den  Baum  Yü-kan  und  Kan-lan.  Es  ist  derselbe  Gegenstand ­
  mit  verschiedenen  Namen.
1  Wörtlich:  Die  Macht  des  Holzes  oder  des  Baumes.  Dieser  Baum  wird
unten  noch  erwähnt.
2  Die  von  Kin-leu-tse  gebrachten  Nachrichten  sind,  wie  diess  auch  oben
bei  der  Weintraube  der  Fall  ist,  fabelhafter  Art.
            
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