Homerische Studien.
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der Halb vocal weder mit dem q zusammen Position (vergl. oben
c/.ctioi), noch vereint er sich mit dem folgenden kurzen Vocal
zu einem langen Mischlaut: qve, oder qüe, eigentlich qwe, nicht
qüe.‘ Was wir hier für das halbconsonantische i annehmen, wird
im Laufe dieser Untersuchung noch fester begründet werden.
Eine nicht unerhebliche Unterstützung bieten für unsere
Annahme eines dem F parallelstehenden consonantischen J-Lautes
jene zahlreichen dialektischen Formen, in welchen die Diphthonge
ihr i oder u eingebiisst, so wie das Verfahren der Dichter,
welchem wir bei Pindar und den Tragikern in grossem
Umfange begegnen, Diphthonge zu corripiren. Wenn derselben
Correption auch der lange Vocal o) in ijpwsc und itaxpüos unterliegt,
so ist das eine Sache für sich, welche nicht auf eine
Correptionsfähigkeit des w im Allgemeinen, sondern auf eine
specielle Beschaffenheit des w in den beiden Wörtern hinweist
und später genauer betrachtet werden muss. Die neben einander
bestehenden diphthongischen und monophthongischen Formen
der Dialekte, von denen die Dichter nach Belieben Gebrauch
machten, scheinen dafür zu sprechen, dass wohl noch jener consonantische
Laut zum Theil wenigstens hörbar geblieben war.
Am weitesten ist der Schwund des i bei den Aeoliern gediehen
(Ahrens 100 ff.), aus deren Dialekt die Grammatiker ’'AXy.aoc,
d'y.p.aoc, äpxaoc, %aAao;, ©yjßao; u. s. w. citiren. So finden wir bei
Sappho \)Äo{w. 25 (Bergk), aku <bor/.da; 44, Tp.vpaov 91; 107 —
Xa/GYjv (= Xa.yovti'i) 9, -Koaq 54, 3; nur vom Metrum verlangt und
so von Ahrens verbessert eno-qcm 10, Toaika 106; bei Alcaeus rdosa
39, 3, k/kat; 41, 5, dXdQea 57 und Theocr. 29, 1; aber daneben ui
wohl erhalten in euere«;, äiy.auoc, [/.aiögevo? u. a. Der dorische
Dialekt lässt mit Vorliebe et in e übergehen, wie in dSeai Epich.
34 A., dosav Allan. 37 B,, dosa und eupsa Theocr. III, 30, VII 78
und anderen von Ahrens (II 187) verzeichneten Fällen. Der
jonische Dialekt bietet fast nichts, was nicht Homerisch wäre,
von dem recht zweifelhaften yaxf]oyb'/ (Var. qi-qo/o')) Hes. Theog.
15 und ovstap Hymn. in Cer. 269 abgesehen: so Tyrt. 12, 12 y.at
Svjiwv ope-poik, Mimn. 14, 9 ou yap ziq xeivou Svpwv, Theogn. 552 Syjiwv
ydp crcp’ ävSpöv .... Beachtenswerth ist XoV.a bei Theogn. 96, wie
jetzt mit AKO für XGiaza geschrieben wird (XLia cppovfl o’ eTepa).
Ueber den Umfang der Erscheinung können wir uns bei den
spärlichen Ueberresten kaum eine richtige Vorstellung bilden.