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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

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Pfi  z  mliier.

In  dem  Zeiträume  Schin-lung  (705  bis  706  n.  Chr.)  befunden ­
  sich  in  dem  Gebäude  der  Obrigkeiten  von  Tschintscheu
  Aprikosenbäume.  Dieselben  wurden  gelb  und  die  Blätter
wollten  gänzlich  abfallen.  Plötzlich  wurden  sie  wieder  frisch,
prangten  in  Blätterfülle  und  bekamen  Blüthen.
Das  Buch  Yen-tse:
Fürst  King  erkrankte  an  einem  Geschwüre,  das  sich  an
seinem  Rücken  befand.  Er  wollte  es  sehen,  aber  konnte  nicht.
Er  fragte  die  Söhne  des  Reiches.  Diese  sagten:  Es  ist  heiss
wie  Feuer,  von  Farbe  ist  es  gleich  der  Sonne,  von  Grösse
gleich  einer  unreifen  Damascenerpflaume.  —  Der  Fürst  fragte
Wen-tse.  Dieser  sagte:  Von  Farbe  ist  es  gleich  dem  grasgrünen ­
  Edelstein,  von  Grösse  gleich  einer  Rundtafel.  —  Der
Fürst  sprach:  Ich  sehe  es  nicht,  der  Weisheitsfreund  weiss  es
nicht,  die  Menschen  des  Feldes  sind  thöricht.
Der  Frühling  und  Herbst  des  Geschlechtes  Liü:
Als  Tse-tschan  in  Tsching  Reichsgehilfe  war,  hingen  Phrsiche
  und  Damascenerpflaumen  zu  den  Durchgängen  herab,
und  Niemand  nahm  sie  weg.
Das  Buch  Pao-pö-tse:
511  IJ/j  Tschang-tsu,  ein  Mensch  von  Nan-tün,  ackerte
auf  dem  Felde.  Auf  dem  Felde  wuchs  ein  Damascenerpflaumenbaum
  gerade  im  Bereiche  des  Pfluges.  Tsu  that  es  um  ihn
leid,  und  er  wollte  ihn  mit  nach  Hause  nehmen.  Er  grub  ihn
daher  aus.  Er  konnte  ihn  noch  nicht  nehmen,  als  er  sich  entfernte. ­
  Er  häufte  feuchte  Erde  um  seine  Wurzel  und  setzte
ihn  in  einen  hohlen  Maulbeerbaum.  Nachher  hatte  er  vergessen, ­
  ihn  wegzunehmen.  Tsu  hatte  sodann  eine  Verrichtung
in  der  Ferne  und  war  abwesend.  Später  sahen  die  Menschen
des  Dorfes,  dass  aus  dem  Maulbeerbaume  plötzlich  ein  Damascenerpflaumenbaum
  gewachsen  war.  Sie  sagten,  es  sei  ein  Gott.
Die  Menschen,  die  an  Augenschmerzen  litten,  ruhten  im  Schatten ­
  unter  diesem  Maulbeerbaume.'  Dabei  flehten  sie  ihn  an
und  sagten:  Gebieter  des  Damascenerpflaumenbaumes!  Kannst
du  meine  Augen  heilen,  so  bezeige  ich  dir  den  Dank  durch
ein  Schwein.  —  Die  Augen  waren  plötzlich  geheilt.  Man  tödtete
sofort  ein  Schwein  und  opferte  es  ihm.  Man  erzählte  es  weiter.
Alsbald  sagte  man,  dieser  Baum  könne  Blinde  sehend  machen.
            
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