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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

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Pfizmaier.

Im  fünften  Monate  des  vierten  Jahres  wollte  der  Kaiser
im  Norden  umherziehen.  Er  brach  von  Tung-tu  auf.  Kiangtung
  schickte  vier  Stück  hundertblättrige  Pfirsichbäume.  Er
prüfte  sie,  brachte  sie  in  den  westlichen  Garten  und  setzte
sie.  Die  Blüthen  derselben  hatten  Aehnlichkeit  mit  den  Blüthen
der  Wasserlilie,  waren  aber  kleiner.  Die  Blüthen  “waren  zehnfach ­
  und  hatten  immer  wieder  sieben  bis  acht  Blätter.  Sie
waren  grösser  als  die  gewöhnlichen  Pfirsichblüthen.
Die  Geschichte  des  Palastes  King-lung-wen  von  Thang:
Im  Erühlinge  des  vierten  Jahres  gab  der  Kaiser  ein  Fest
iu  dem  Garten  der  Pfirsichblüthen.  Alle  Diener  schlossen  sich
ihm  an.  Der  lernende  Mann  JfjS  |1|||  Li-khiao  und  Andere
überreichten  ein  Jeder  ein  Gedicht  auf  die  Pfirsichblüthen.
Der  Kaiser  hiess  die  Palastmädchen  die  Gedichte  singen.  Die
Worte  waren  klar  und  anmuthig,  der  Gesang  über  die  Massen
wundervoll.  Diejenigen,  welche  die  Gedichte  überreicht  hatten,
tanzten  und  traten  den  Boden.  Sie  wünschten  zehntausend
Jahre.  Der  Kaiser  wählte  zwanzig  Hefte  der  Tafeln  des  grossen
Beständigen  und  gab  sie  in  das  Sammelhaus  der  Musik.  Er
nannte  sie:  Der  Wandel  der  Pfirsichblüthen.
Die  erweiterten  Denkwürdigkeiten:
Unter  den  Pfirsichen  gibt  es  Winterpfirsiche,  Sommerpfirsiche ­
  und  Herbstpfirsiche.
Die  Geschichte  der  offenbaren  Merkwürdigkeiten:
WL  Wen-kuei,  Lehensfürst  von  Hia  in  der  Landschaft ­
  Tsiao,  starb.  Später  erschien  er  und  kehrte  in  das
Haus  zurück.  Er  ging  zu  einem  Pfirsichbaume  an  der  Vorderseite ­
  des  Vorhofes  und  sprach:  Dieser  Pfirsichbaum  ist  einst
von  mir  gepflanzt  worden.  Seine  Früchte  sind  schön  und  gut.
—  Seine  Gattin  sprach:  Die  Menschen  sagen,  dass  ein  Verstorbener ­
  die  Pfirsiche  fürchtet.  Fürchtest  du  sie  nicht?  —
Er  antwortete:  Der  zwei  Schuh  acht  Zoll  lange  Zweig  im  Südosten ­
  des  Pfirsichbaumes,  er  war  mir  unlängst  verhasst.
Die  Verzeichnisse  des  Dunklen  und  Hellen  :
UlJ  Lieu-tsching  und  |Yuen-tschao  aus  dem
Distriete  Th  an  traten  gemeinschaftlich  in  das  Gebirge  von
Thien-thai,  um  Kö-phi  (Getreidehaut)  zu  pflücken.
Sie  verirrten  sich  und  konnten  nicht  zurückkehren.  Nach  dreizehn ­
  Tagen  war  ihr  Mundvorrath  zu  Ende,  sie  litten  Hunger
            
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