228
Pfizmaier.
Im fünften Monate des vierten Jahres wollte der Kaiser
im Norden umherziehen. Er brach von Tung-tu auf. Kiangtung
schickte vier Stück hundertblättrige Pfirsichbäume. Er
prüfte sie, brachte sie in den westlichen Garten und setzte
sie. Die Blüthen derselben hatten Aehnlichkeit mit den Blüthen
der Wasserlilie, waren aber kleiner. Die Blüthen “waren zehnfach
und hatten immer wieder sieben bis acht Blätter. Sie
waren grösser als die gewöhnlichen Pfirsichblüthen.
Die Geschichte des Palastes King-lung-wen von Thang:
Im Erühlinge des vierten Jahres gab der Kaiser ein Fest
iu dem Garten der Pfirsichblüthen. Alle Diener schlossen sich
ihm an. Der lernende Mann JfjS |1||| Li-khiao und Andere
überreichten ein Jeder ein Gedicht auf die Pfirsichblüthen.
Der Kaiser hiess die Palastmädchen die Gedichte singen. Die
Worte waren klar und anmuthig, der Gesang über die Massen
wundervoll. Diejenigen, welche die Gedichte überreicht hatten,
tanzten und traten den Boden. Sie wünschten zehntausend
Jahre. Der Kaiser wählte zwanzig Hefte der Tafeln des grossen
Beständigen und gab sie in das Sammelhaus der Musik. Er
nannte sie: Der Wandel der Pfirsichblüthen.
Die erweiterten Denkwürdigkeiten:
Unter den Pfirsichen gibt es Winterpfirsiche, Sommerpfirsiche
und Herbstpfirsiche.
Die Geschichte der offenbaren Merkwürdigkeiten:
WL Wen-kuei, Lehensfürst von Hia in der Landschaft
Tsiao, starb. Später erschien er und kehrte in das
Haus zurück. Er ging zu einem Pfirsichbaume an der Vorderseite
des Vorhofes und sprach: Dieser Pfirsichbaum ist einst
von mir gepflanzt worden. Seine Früchte sind schön und gut.
— Seine Gattin sprach: Die Menschen sagen, dass ein Verstorbener
die Pfirsiche fürchtet. Fürchtest du sie nicht? —
Er antwortete: Der zwei Schuh acht Zoll lange Zweig im Südosten
des Pfirsichbaumes, er war mir unlängst verhasst.
Die Verzeichnisse des Dunklen und Hellen :
UlJ Lieu-tsching und |Yuen-tschao aus dem
Distriete Th an traten gemeinschaftlich in das Gebirge von
Thien-thai, um Kö-phi (Getreidehaut) zu pflücken.
Sie verirrten sich und konnten nicht zurückkehren. Nach dreizehn
Tagen war ihr Mundvorrath zu Ende, sie litten Hunger