Denkwürdigkeiten von den Früchten China’s.
227
Schülern auf den Berg j|L Yün-tai. Auf einer schroffen
Felsenhöhe befand sich ein Pfifsichbaum. Derselbe war armdick
und wuchs seitwärts an der Felsenwand. Nach unten
überragte er eine unermessliche Tiefe, nach oben war er drei
bis vier Klafter entfernt. Der Baum hatte eine Menge Fruchte.
Ding sprach' zu den Schülern: Wer diese Pfirsiche erlangt,
dem sage ich die Erfordernisse des Weges. — Die Schüler vergossen
Scliweiss, und Keiner getraute sich, hinzublicken. Sching
sprach: Wo göttliche Menschen beschützen, welche unwegsame
Gegenden könnte es da geben? — Er warf sich von oben
herab und fiel' gerade auf den Pfirsichbaum. Er nahm die
Pfirsiche und füllte damit seinen Busen. Allein die Felsenwand
war steil, und er konnte nicht zurück. Er warf die
Pfirsiche hinauf, und man erhielt deren zweihundert. Ling
vertheilte sie an seine Schüler. Von den zweien, die übrig
blieben, ass er einen, den anderen behielt er zurück, um ihn
Sching zu gehen. Er streckte jetzt die Hand aus und zog
Sching herauf. Dieser wurde plötzlich zurückgebracht. läng
hielt ihm einen Pfirsich entgegen und gab ihn ihm.
Die Geschichte Schl-hu’s in Nie:
In den Gärten Schi-liu’s gab es Pfirsiche 'pj y ( l Keupi
(die Pfirsiche der gekrümmten Nase). Dieselben wogen
zwei Pfund.
Die Geschichte von Nan-khang:
Auf dem Edelsteinberge in Nan-khang ist ein steinerner
Hund. Die alten Leute sagen: Einst gab es kalte Pfirsiche,
die auf der Berghöhe wuchsen. Ein verborgener vorzüglicher
Malm führte einen Hund und nahm die Früchte. Dabei wurde
der Hund in Stein verwandelt.
Die Geschichte des Buddhagartens Kia-lan von Lö-yang:
In dem Fruchtgarten des Berges King-yang gibt es Pfirsiche
der unsterblichen Menschen. Ihre Farbe ist roth, das
Innere und Äeussere durchdringend von Glanz. Wenn der
Reif auf sie fällt, zeitigen sie. Sie kommen ebenfalls von dem
Berge Kuen-lün. Sie heissen auch: die Pfirsiche der Königsmutter
des Westens.
Die von Tu-pao verfassten Verzeichnisse des aufgelesenen
Hinterlassenen des Zeitraumes Ta-nie (604 bis 616 n. Chr.):
15*