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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

Denkwürdigkeiten  von  den  Früchten  China’s.

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Die  Pfirsichbäume,  welche  die  Königsmutter  gepflanzt  hat,
tragen  in  dreitausend  Jahren  Früchte.  Dieser  Mann  ist  nicht
rechtschaffen.  Er  ist  bereits  dreimal  gekommen  und  hat  sie
gestohlen.  —•  Später  gab  die  Königsmutter  des  Westens  sieben
Pfirsiche  her.  Sie  selbst  ass  deren  zwei  und  fünf  gab  sie  dem
Kaiser.  Der  Kaiser  behielt  die  Kerne  und  legte  sie  vor  sich
hin.  Die  Königsmutter  fragte:  Wozu  brauchst  du  dieses?  —
Der  Kaiser  sprach:  Diese  Pfirsiche  sind  vortrefflich.  Ich
möchte  sie  pflanzen.  —  Die  Königsmutter  rief  aus:  Diese
Pfirsichbäume  tragen  in  dreitausend  Jahren  einmal  Früchte.
Sie  werden  nicht  in  die  untere  Erde  gepflanzt.  —  Später
tödtete  der  Kaiser  hundert  Männer  des  Weges,  welche  sich  in
Ungeheuerlichkeiten  und  Lügen  eingelassen  hatten.  Die  Königsmutter ­
  des  Westens  schickte  einen  Gesandten  und  Hess  dem
Kaiser  sagen  :  Begehrst  du  wohl  die  Treue  der  Unsterblichen?
Du  willst  die  göttlichen  Menschen  sehen  und  mordest.  Ich
habe  mit  dem  Kaiser  gebrochen.  —  Sie  brachte  noch  drei
Pfirsiche  zu  Wege  und  sagte:  Wenn  du  diese  issest,  kannst
du  die  äusserste  Langjährigkeit  erhalten.
Die  innerenUeberlieferungen  von  dem  Kaiser  Wu  von  Han:
Die  Königsmutter  des  Westens  stieg  am  siebenten  Tage
des  siebenten  Monates  zu  dem  Palaste  des  Kaisers  hernieder.
Sie  befahl  den  Aufwärterinnen,  Pfirsiche  zu  suchen.  Nach
einer  Weile  füllten  sie  eine  Schüssel  von  Edelstein  mit  sieben
Pfirsichen.  Dieselben  waren  von  der  Grösse  der  Hühnereier,
von  Gestalt  rund,  von  Farbe  grün.  Man  zeigte  sie  der  Königsmutter. ­
  Diese  gab  dem  Kaiser  fünf  Pfirsiche.  Sie  selbst  ass
deren  zwei.
Die  vermischten  Erzählungen  von  der  Mutterstadt  des
Westens:
In  den  Gärten  von  Shang-lin  gab  es  Pfirsiche  von  Thsin,
Kirschenpfirsiche  (Waldkirschen),  gelbe  Taffetpfirsiche,  Kernpfirsiche, ­
  Reifpfirsiche, 1  Pfirsiche  von  &  m  Kin-tsching,
Pfirsiche  von  Hu  (Wallnüsse),  Pfirsiche  der  Blätter  des  gestreiften ­
  Taffets,  in  dem  Munde  gehaltene  Pfirsiche  (Kirschen),
purpurne  gestreifte  Pfirsiche.

1  Wenn  Reif  gefallen  war,  konnten  diese  gegessen  werden.
Sitzungsber.  d.  phil.-bist.  CI.  LXXVIII.  Bd.  I.  Hft.  15
            
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