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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

Denkwürdigkeiten  von  den  Früchten  China’s.

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Landesherrn  schuldig.  Dieser  sprach:  Desswegen  speistest  du
mich  einst  mit  Pfirsichresten.

Khung-tse  wartete  an  dem  Sitze  bei  dem  Fürsten  Ngai
von  Lu  auf.  Fürst  Ngai  beschenkte  ihn  mit  Pfirsichen  und
einem  Gericht  von  Mohrhirse.  Tschung-ni  ass  zuerst  die
Mohrhirse,  dann  die  Prirsiche.  Der  Fürst  sprach:  Mit  Mohrhirse ­
  trocknet  man  die  Pfirsiche  ab.  —  Jener  antwortete:  Die
Mohrhirse  ist  die  älteste  der  fünf  Getreidearten.  Früchte  sind
sechs  Arten,  doch  die  Pfirsiche  sind  die  niedrigste.  Der  Weisheitsfreund ­
  trocknet  nicht  mit  dem  Vornehmen  das  Niedrige  ab.
Das  Buch  ff  #  T  Pao-pö-tse:
Wenn  man  das  Harz  des  Pfirsichbaumes  mit  der  Asche
des  Maulbeerbaumes  einweicht  und  es  gebraucht,  werden  die
hundert  Krankheiten  geheilt.  Wenn  man  es  lange  gebraucht,
erhält  der  Leib  Glanz,  der  auf  dem  Boden  der  finsteren  Nacht
gleich  dem  Monde  aufgeht.  Gebraucht  man  viel,  so  kann  man
sich  der  Kornfrucht  entschlagen.

Tsai-tan  von  U-yuen  trat  in  das  Gebirge  und
kehrte  zurück.  Er  betrog  das  Haus  und  sagte,  er  sei  zu  dem
Berge  Kuen-lün  gekommen.  Daselbst  gebe  es  Edelsteinpfirsiche,
die  von  Gestalt  den  Pfirsichen  des  Zeitalters  gleich.  Nur
dringe  ihr  Licht  durch  tiefe  Plöhlen  und  an  Härte  halte  man
sie  für  Edelsteine.  Wenn  man  sie  in  Brunnenwasser  wasche,
seien  sie  sofort  weich  und  können  gegessen  werden.

Das  Buch  ^y|»  -^r  Kin-leu-tse:
Im  Südosten  liegt  der  Berg  Thao-tu  (die  Hauptstadt ­
  der  Pfirsiche).  Auf  dem  Berge  ist  ein  Baum,  auf  dem
Baume  sitzt  ein  Hahn.  Wenn  die  Sonne  erst  aufgeht  und
diesen  Pfirsichbaum  beleuchtet,  kräht  der  Himmelshahn.  Die
Hähne  der  Welt  werden  davon  angeregt  und  krähen.  Unter
dem  Baume  sind  zwei  Dämonen,  die  einander  gegenüber  Schilfstricke ­
  halten.  Sie  nehmen  die  unheilvollen  Dämonen  und
verzehren  sie.  Dass  die  jetzigen  Menschen  gerade  am  Morgen
zwei  Menschen  aus  Pfirsichholz  verfertigen,  ist  hierin  begründet. ­

            
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