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V ogt.
stens so weit ankomme, dass er Interesse liabe an Uebung...
seiner Macht und empfänglich sei für — bestimmbar durch
das Urtheil Jener; — und auch die Gewalt erwähnter Meinung
beruht wieder einzig auf der Gewalt der Intere ssen ...
des Meinenden selbst, — denn was bedeutete wider den eine
Armee, welchem nichts läge an seiner Ehre, Freiheit, an den
Schmerzen die ihm zufügbar, am Leben, das durch Gehorsamsverweigerung
bedroht, . . . ? 1 Die Untersuchung hat’s denn also
in der That kaum über die S. 316—317 2 verschmähte Basis
der Gesellschaft hinausgebracht! Wird also nicht vielmehr der
Begriff der gesellschaftlichen Persönlichkeit, des ,Wir‘,
genau behandelt werden müssen, damit man erfahre, was zu
befestigen sei, damit die Gesellschaft feststehe? wie das
eigentlich-gesellschaftliche Wollen selbst die Herrschaft gewinnen
könne? 3 Hierbei würde zum Vorscheine kommen, dass
diese Festigkeit auf gar mancherlei Weise möglich sei, die mit
einander theils verträglich wären theils nicht; — dass das
Gehorchen keineswegs auf den Fall beschränkt sei, wo der
Befehlende viele Andere gegen den Ungehorsam aufzubieten
vermag; 4 man entspricht fremden Willen ja nicht bloss aus
Furcht, sondern auch aus Gewohnheit, Nachahmung, aus Anhänglichkeit
an den Befehlenden, aus eigentlicher Achtung vor
demselben, aus Ueberzeugung, wegen religiöser .... Meinung
(Priestergewalt!), aus Abneigung gegen Andere (wider welche
der Befehl gerichtet ist), aus Eigennutz, Herrschsucht (so dass
der Gehorsam gegen Einen als Mittel dient der Gewalt
über Andere . . .) Nicht nur werden all’ diese Species der
Macht 5 dadurch, dass man sich plötzlich an jene Eine Species 6
1 Encyclopädie S. 250 (Werke, Bd. II. S. 234). Lott.
2 Werke, Bd. VIII. S. 129.
3 Diese Frage würde für den Fall, als etwa der Umstand, dass das im
Besitze der Macht befindliche Wollen nicht eben das gesellschaftliche
selbst sei, hinzugenonnnen wäre, sich zu der (Frage) gestalten: Ist die
Aufhebung dieses Gegensatzes, eine solche Umbildung der Bedingungen
der Herrschaft möglich? Lott.
4 Siehe Anmerkung 6, pag. 22. Der Herausg.
5 Wohin z. B. gehört die Macht des Geldes ? — Macht der Mode! . . . .
Lott.
Der Herausg.
6 Siehe das Ende der Anmerkung 6, pag. 17G.