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Vogt.
sich die Verhältnisse der Willen verschiedener Personen nicht
auch noch nach einem andern, für die Aesthetik fruchtbaren
Theilung'sgrunde eintheilen Hessen? — Dem combinatorischen
Beweise gegen die Fortsetzung der Ideenreihe steht
die Einwendung bevor, dass ja auch Verhältnisse zwischen
Verhältnissen eines eigentümlichen ästhetischen Charakters
fähig sein könnten! (Man kann hierbei etwa an die, freilich
sehr entfernte, Analogie der logischen Bedeutsamkeit des Verhältnisses
zwischen Prämissen im Schlüsse denken, — aber
auch an die nähere der Verhältnisse von Intervallen im Accorde;
diese Erinnerung nun ruft sogleich neue Fragen auf:)
Muss dem vorliegenden Theile der Aesthetik das Successiv-Schöne,
— eine Lehre von den Fortschreitungen . . . völlig
fremd sein? —
8. Ich vermisse einen bestimmten Begriff von Gesellschaft.
Das gegenseitige von einander Wissen reicht dazu
nicht hin, ja nicht einmal das gegenseitige auf einander Rechnen;
denn beides findet schon im blossen Verkehre, 1 überall
wo Theilung der Arbeit . . ., Statt; auch nicht das Zusammentreffen
der Willen 2 — jeder Vertrag ist ja ein solches
und wieder der blosse Verkehr bildet einen Complex von Verträgen.
— Was lässt sich dem Beispiele der Seefahrt, an die
kein Einzelner denken könne, abgewinnen? Vorerst ist das
Können und Nichtkönnen so höchst unbestimmt! Erst kürzlich
sprachen die Zeitungen von Männern, die einzeln sehr bedeutende
Seefahrten unternahmen und vollbrachten! Und wodurch
unterschiede sich hier die Seefahrt von irgend einem
andern Werke, das Cooperation Mehrerer voraussetzt? Man
denke etwa an eine Fabrik; diese verhält sich zu den Kunden
ihres Fabrikats wie die Seeleute zu den Passagiers ....
Kurz: auch hier zeigt sich kein von dem alles Verkehrs verschiedenes
Gefüge! — Gemeinsames Commando findet
auch in der Fabrik . . . Statt und fehlt z. B. in der ,Gelehrten-Republikh
—• Die blosse Negation der Conflicte zwischen
den Individuen ist noch keine positive Verknüpfung,
■ Werke, Bd. VIII, S. 127.
2 a. a. O. S. 128.
L o 11.
Lott.