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Vogt.
S. 69 1 voraus verkündigt und wird später, z. B. S. 80, 143 2
bestätigt. Spräche sie selbst einen Werth aus, wäre sie —
die Beurtheilung nach Grösse — Quell eines eigen thümlichen
Werths, so müsste sie sich im Zusammentreffen
mit andern Ideen anders verhalten. Trifft nämlich sonst
ein Wohlgefallen an einer Gesinnung zusammen mit einem
aus andrer ästhetischer Beurtheilung (z. B. des Streites) herrührenden
Missfallen, so verbleibt jedes in seiner Eigenthiimlichkeit,
und, müsste man einen Entschluss fassen, so würde
jene schöne Seite Trost gewähren gegen die Hässlichkeit der
andern; — trifft aber Stärke des Willens (der ja auch ein
eigenthümliches Wohlgefallen entsprechen soll) mit dem erwähnten
Missfallen zusammen, so gibts nur Missfallen und
zwar dessen mehr! Eben so, wenn sonst ein Wille zweierlei
missfälligen Beurtheilungen unterliegt, so wächst das Quantum
des Missfallens an demselben, während ein wegen Streits .. .
missfallender minder missfällt, wenn er schwach, unbedeutend
ist! In der Tliat, wie entschieden wird ein selbstständiges
Geltenwollen ,des Starken und Vielen' als ,Leerheit' abgewiesen,
3 und demselben das Mit-,Regieren' abgesprochen ! 4 —
Ein gewaltiger Schurke mag allenfalls den Zuschauer
bewältigen, die sittliche Beurtheilung übertäuben, —der
Anblick des Muthigen, überhaupt des Grossen erregend,
reizend, belebend wirken, 5 —• aber ob ästhetisch? Im
Grunde erwartete man diess kaum, — war doch von vornherein
von der Beschaffenheit des Willens, 6 als Objecte der Beurtheilung,
die Rede!
5. Nach dieser (die Begründung der Rechtsidee vorbereitenden)
Darstellung 7 scheint ohne beiderseitiges
1 a. a. 0. S. 29. Der Herausg.
2 a. a. 0. S. 33, 59. Der Herausg 1 .
3 ,Hin weg vollends mit der Leerheit, die sich bloss an der Form des Starken
und Vielen ergötzt 4 sagt Herbart a. a. O. S. 111. Der Herausg.
4 ,. . . Strebungen, die bloss als Stärke Beifall verdienen, und nur mit mit
wirken, nicht regieren dürfen. . . 4 a. a. O. S. 115. Der Herausg.
5 Kant, Kritik der praktischen Vernunft, Werke, Bd. IV. S. 189. Herbart,
Lehrbuch zur Einleitung, Werke, Bd. I. S. 132. Lott.
6 Her,hart, Allg. prakt. Philos. Werke, Bd. VIII. S. 11. Lott.
7 Herbart sagt (a. a. O. S. 48): ,Unsere Voraussetzung lautet demnach
so: es gibt für zwei Vernunftwesen einen dritten Punkt, und zwei con-