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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

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Milclosich.

a  abfiel.  Wenn  diese  Ansicht  richtig  ist,  dann  ist  im  Loc.
die  ursprüngliche  Form  asväm  aus  asvä-m  hervorgegangen,
und  ist  in  asvä-j-äm  an  asvä  das  als  Suffix  angesehene  am
gefügt  worden,  wie  lit.  asvo-j-e  neben  asl.  britve  besteht.
b)  Der  Sing.  dat.  loc.  fern,  toi,  toj  ist  nach  Schleicher,
Compendium  Seite  630,  als  Kürzung  der  Grundform  tasmjäm
zu  betrachten.
Herr  Danicic,  Istorija  Seite  165,  lässt  an  das  Thema  to
j  aus  smi,  und  an  das  so  gewonnene  toj  ai  antreten,  welches,
zu  i  zusammengezogen,  abfalle.  Da  ich  die  Form  toi,  toj  weder
von  toj?  noch  von  dem  nsl.  te,  ti  trennen  kann,  so  vermag  ich
keine  von  beiden  Deutungen  als  richtig  anzuerkennen.  Da  der
nominale  Sing.  dat.  von  toja  die  Form  toji  ergibt,  so  wird  asl.
toi  ursprünglich  zweisylbig  gewesen  sein.  Was  von  toi,  gilt
analog  von  dobrei,  das  demnach  ursprünglich  dreisylbig  gewesen ­
  sein  mag.
c)  Der  Dual.  gen.  loc.  toju  hat  sein  Vorbild  im  aind.
tajös,  jajös  neben  jös.  Die  nominale  Declination  der  Substantiva
  auf  a  kennt  im  aind.  keine  Doppelform:  der  Dual.  gen.
loc.  lautet  nur  asvajös  m.  f.,  asl.  nur  rabu,  rybu,  nie  raboju,
ryboju.  Dagegen  findet  man  in  der  pronominalen  Declination
Doppelformen:  moju.  sup.  386.  28  für  mojeju.  dvu.  krmö.  251
für  dvoju.  Der  Dual.  gen.  ist  jedoch,  wie  am  Schlüsse  gezeigt
wird,  nicht  auf  dieselbe  Weise  entstanden  wie  jeje  u.  s.  w.
Wbnn  Andere  von  einem  reduplicirenden  Thema:  kmen
zdvojujici  sprechen,  so  zeigt  schon  jej?  die  Unrichtigkeit  dieser
Ansicht,  denn  das  verdoppelte  ju>ju>  würde  im  Sing.  gen.  f.  nicht
jeje,  sondern,  da  anlautendes  ju>  in  i,  ji  übergeht,  ij§,  jij?
lauten.  Noch  klarer  wird  die  Unzulässigkeit  dieser  Deutung,
wenn  sie  auf  tu.  angewandt  wird,  das  dann  im  Sing.  gen.  f.
etwa  toty  lauten  würde.
Man  könnte,  den  Zusammenhang  zwischen  jeje  und  je
zugebend,  meinen,  aus  j  sei  jeje  hervorgegangen  durch  Vorsetzung ­
  eines  verstärkenden  je  und  sich  clabei  etwa  auf  serb.
eto  und  ähnliches  berufen:  allein  die  Erklärung,  bei  dem  Thema
ja  nicht  unmöglich,  erweist  sich  als  unzulässig,  sobald  man  sie
auf  andere  Themen  anwendet.
Wenn  man  bei  diesen  Formen  mit  der  Annahme  eines  durch
j  vermehrten  Thema  auszureichen  glaubt,  so  hat  man  nicht
            
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