Über den Ursprung einiger Casus der pronominalen Declination.
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aus aind. äjäs nothwendig asl. aja werden, daher die Form taja
lauten müsste. Unter diesen Umständen ist es unausweichlich
eine andere Erklärung des Auslautes ej zu versuchen, bei der
ich allerdings von dem aind. Gen. absehe, indem ich der Ansicht
bin, dass namentlich der slav. Sing. gen. formell mehrere
aind. Casus in sich vereinigt; denn während kamene von dem
Gen. auf as nicht getrennt werden darf, hat man bis jetzt
weder vl^ka noch r^ky (aus einem älteren r^kq,) auf eine aind.
Genitivform zurückzuführen vermocht. Mir scheint, dass die
durch die Function zusammengehaltenen slavischen Genitivformen
auf den aind. Gen., Abi. und Loc. zurückzuführen sind.
Die Verwandtschaft des Gen. und des Abi. hinsichtlich ihrer
Function zeigt die Syntax. Vergl. Gramm. IV. Seite 447, und
was den Local anlangt, so schreibt Schleicher, Compendium
Seite 557, diesem einen Einfluss auf den lat. Gen. zu. Wer der
Ansicht, dass der slavische Sing. gen. mehrere aind. Casus,
namentlich den Gen., Abi. und Loc. vereinigt, beipflichtet, wird
bei der Vergleichung des Slav. mit dem Aind. zu keiner den
Lautgesetzon widerstreitenden Aufstellung gedrängt. Um den
Sing. gen. f. der Themen auf ä zu erklären, d. i. um die entsprechende
aind. Form zu finden, ist es nach meiner Ansicht
nothwendig, auf den Sing. loc. der aind. ä-Themen zurückzugehen.
Dieser Casus lautet von asvä asvä-j-äm, welches auf
ein ursprüngliches asvä-äm zurückzuführen ist, woraus asvä-jäm
dadurch entstanden ist, dass das Casussuffix äm an asvä mittelst
des den Hiatus aufhebenden j gefügt wurde: asvä-j-äm
statt asväm. Ebenso scheint der Sing. gen. asvä-j-äs und
der Sing. dat. asvä-j-äi erklärt werden zu sollen. So möchte
ich auch den lit. Sing. loc. asvö-je und anderes deuten. Jenem
asväm nun entsprechen die ursprünglichen slav. Sing. gen.
rybq, und st aja d. i. rybäm und stajäm, woraus die Formen
ryby und staj§ ebenso hervorgegangen sind wie die Part,
praes. act. greby und pije aus grebq und pijsp Sing. gen.
m. n. greb^sta und pij^sta. Daraus ergibt sich die Erklärung
von toje aus toja d. i. tojäm aus dem Thema toja von
selbst. Das nsl., kroat., serb. hat für toj§ die Form te, das
asl. te aus t^ d. i. täm, nach den asl. Lautgesetzen ty, lauten
müsste. Auch der ältere Sing. loc. kamene scheint aus kamen
em dadurch hervorgegangen, dass auslautendes m nach
Sitzungsber. d. pliil.-hist. CI. LXXVIII. Bd. I. Hft. 10