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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

Über  den  Ursprung  einiger  Casus  der  pronominalen  Declination.

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aus  aind.  äjäs  nothwendig  asl.  aja  werden,  daher  die  Form  taja
lauten  müsste.  Unter  diesen  Umständen  ist  es  unausweichlich
eine  andere  Erklärung  des  Auslautes  ej  zu  versuchen,  bei  der
ich  allerdings  von  dem  aind.  Gen.  absehe,  indem  ich  der  Ansicht ­
  bin,  dass  namentlich  der  slav.  Sing.  gen.  formell  mehrere
aind.  Casus  in  sich  vereinigt;  denn  während  kamene  von  dem
Gen.  auf  as  nicht  getrennt  werden  darf,  hat  man  bis  jetzt
weder  vl^ka  noch  r^ky  (aus  einem  älteren  r^kq,)  auf  eine  aind.
Genitivform  zurückzuführen  vermocht.  Mir  scheint,  dass  die
durch  die  Function  zusammengehaltenen  slavischen  Genitivformen ­
  auf  den  aind.  Gen.,  Abi.  und  Loc.  zurückzuführen  sind.
Die  Verwandtschaft  des  Gen.  und  des  Abi.  hinsichtlich  ihrer
Function  zeigt  die  Syntax.  Vergl.  Gramm.  IV.  Seite  447,  und
was  den  Local  anlangt,  so  schreibt  Schleicher,  Compendium
Seite  557,  diesem  einen  Einfluss  auf  den  lat.  Gen.  zu.  Wer  der
Ansicht,  dass  der  slavische  Sing.  gen.  mehrere  aind.  Casus,
namentlich  den  Gen.,  Abi.  und  Loc.  vereinigt,  beipflichtet,  wird
bei  der  Vergleichung  des  Slav.  mit  dem  Aind.  zu  keiner  den
Lautgesetzon  widerstreitenden  Aufstellung  gedrängt.  Um  den
Sing.  gen.  f.  der  Themen  auf  ä  zu  erklären,  d.  i.  um  die  entsprechende ­
  aind.  Form  zu  finden,  ist  es  nach  meiner  Ansicht
nothwendig,  auf  den  Sing.  loc.  der  aind.  ä-Themen  zurückzugehen. ­
  Dieser  Casus  lautet  von  asvä  asvä-j-äm,  welches  auf
ein  ursprüngliches  asvä-äm  zurückzuführen  ist,  woraus  asvä-jäm
  dadurch  entstanden  ist,  dass  das  Casussuffix  äm  an  asvä  mittelst ­
  des  den  Hiatus  aufhebenden  j  gefügt  wurde:  asvä-j-äm
statt  asväm.  Ebenso  scheint  der  Sing.  gen.  asvä-j-äs  und
der  Sing.  dat.  asvä-j-äi  erklärt  werden  zu  sollen.  So  möchte
ich  auch  den  lit.  Sing.  loc.  asvö-je  und  anderes  deuten.  Jenem
asväm  nun  entsprechen  die  ursprünglichen  slav.  Sing.  gen.
rybq,  und  st  aja  d.  i.  rybäm  und  stajäm,  woraus  die  Formen
ryby  und  staj§  ebenso  hervorgegangen  sind  wie  die  Part,
praes.  act.  greby  und  pije  aus  grebq  und  pijsp  Sing.  gen.
m.  n.  greb^sta  und  pij^sta.  Daraus  ergibt  sich  die  Erklärung ­
  von  toje  aus  toja  d.  i.  tojäm  aus  dem  Thema  toja  von
selbst.  Das  nsl.,  kroat.,  serb.  hat  für  toj§  die  Form  te,  das
asl.  te  aus  t^  d.  i.  täm,  nach  den  asl.  Lautgesetzen  ty,  lauten
müsste.  Auch  der  ältere  Sing.  loc.  kamene  scheint  aus  kamen ­
  em  dadurch  hervorgegangen,  dass  auslautendes  m  nach
Sitzungsber.  d.  pliil.-hist.  CI.  LXXVIII.  Bd.  I.  Hft.  10
            
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