Darlegungen aus der Geschichte und Geographie Corea’s.
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Ausgang dieses Feldzuges, ein. Die Schinesen Hessen den
furchtbaren Feind ohne Hinderniss abziehend
Die Festungen, welche die Japaner behaupteten, und über
welche Fide-aki als Vorsteher gesetzt wurde, waren neun an
der Zahl, nämlich Uru-san, Se-zui-kai, Fu-san-kai, die Feste der
Banibusinsel, H Ui Riaku - san, 3 ^ P Ko - tsiau,
sämmtlich in Keku-siaku-tai (Kjöng sjang to), ferner J||
Si-sen, Nan-kai, j|jpf ^ Siün-ten, sämmtlich in Tsikusiaku-tai
(Ts’jung-ts’jöng-to). 1 Jede derselben hatte einen besonderen
Heerführer zum Befehlshaber. Die Besatzung von
Uru-san hatte vierzehn Tage ohne Lebensmittel und Wasser
zugebracht und dabei die zahlreichen Stürme der Chinesen abgeschlagen.
Sie befand sich in einem Zustande äusserster Erschöpfung
und wurde nach dem Entsätze zur See in die Heimath
zurückgeschickt. Achthundert sechs und neunzig Krieger waren
verhungert oder erfroren. Auch O-o-gawutsi trat in einem
gleichen Zustande von Erschöpfung die Rückreise an und
liefert in seinem Tagebuche hauptsächlich nur noch einige
umständliche Berichte über die Abberufung Fide-aki’s und
den Tod Fide-josi’s. Eine zweite Belagerung Uru-san’s meldet
er nicht.
Nach den Berichten O-o-gawutsi’s waren die Chinesen in
diesem Feldzuge kriegsgeübt, wohlbewaffnet und kühn. Ihre
Geschütze scheinen diejenigen der Japaner übertroffen zu haben.
Ueberhaupt spielte das Schiesspulver in diesem Kriege schon
eine grosse Rolle. Feuerschlünde, grosse und kleine Feuerrohre,
ebenso Flinten kamen häufig in Verwendung, obgleich
man von blanken Waffen und Bogen und Pfeilen den meisten
Gebrauch machte. Nach der Niederlage bei Uru-san war unter
den überlebenden japanischen Kriegern keiner, der nicht von
fünf, zehn bis fünfzehn Pfeilen angeschossen gewesen wäre.
Auf den Wällen von Uru-san war der Kampf so heftig, die
Kälte so streng, dass der unter den Helmen und Panzern der
japanischen Krieger hervorfliessende Schweiss zu Eiszapfen
wurde. Die Anführer nahmen sehr oft an dem Handgemenge
1 Tsiku-siaku-tai steht in dem Tagebuche immer statt der weiter südlich
gelegenen Provinz Teru-ra-tai (Tsjön la to). Wenn dieses kein Fehler
ist, muss Teru-ra-tai damals in Tsiku-siaku-tai inbegriffen gewesen sein.
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