Darlegungen aus der Geschichte und Geographie Corea’s.
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Unterhändler ernannt und hierauf die Anträge berathen. In
Betracht, dass die ganze Besatzung in drei, spätestens fünf
Tagen den Hungertod gestorben sein würde, kam man endlich
überein, dass am dritten Tage des ersten Monates des künftigen
Jahres (1598) die zwei Könige mit den drei japanischen Heerführern
Zusammentreffen, einen Vertrag beschwören und dann
beide Kriegsheere sich zurückziehen sollten. Zu diesen Bedingungen
hatte sich der Feind hauptsächlich desswegen verstanden,
weil auch in seinem Lager Mangel an Lebensmitteln
herrschte. An dem bestimmten Tage zur Erfüllung der Bedingungen
aufgefordert, antworteten die drei Heerführer ausweichend,
worauf die Feste wieder durch drei Tage bestürmt
wurde.
Der oberste Heerführer Fide-aki, ein sechzehnjähriger
Jüngling, war bisher unthätig in der Feste Fu-san-kai verblieben
und hatte sich höchstens durch Anordnungen, die in
seinem Namen erlassen wurden, an den Unternehmungen betheiligt.
Als er jetzt die Bedrängniss der Besatzung von Urusan
erfahren hatte, stellte er sich am sechsten Tage des ersten
Monates des Jahres 1598 an die Spitze von achtzehntausend
Kriegern, durchbrach die hunderttausend Reiter der Belagerer
und entsetzte die Feste. Er erbeutete dabei dreizehntausend
zweihundert acht und dreissig feindliche Köpfe. Das japanische
Heer zählte zweitausend achthundert Todte.
Ueber die Stärke der gegen Uru-san verwendeten feindlichen
Macht enthält das Tagebuch nur unbestimmte Angaben.
Zuerst wird von achtzigtausend, dann von hunderttausend
Reitern gesprochen. Au einer Stelle heisst es, dass hunderttausend
Reiter die Feste bestürmten, hunderttausend gegen die
Schiffsmacht und andere hunderttausend gegen die Landmacht
der Japaner bereit standen. Es gab auch ein chinesisches sehr
eingeübtes Fussvolk, welches, als es bei dem ersten Zusammenstosse
vor Uru-san mit dem japanischen handgemein wurde,
die Bewunderung des Statthalters von Fi-da erregte.
Dass Uru-san eine Bergfeste war, wird in dem Tagebuche
bestätigt. Es wird nämlich erzählt, dass ein feindlicher
Reiter, der japanisch sprach, zu dem Fusse des Festungsberges
kam.
Sitzungsber. d. phil!-hist. CI. LXXVIIl. Bd. I. Hft.
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