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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

Darlegungen  aus  der  Geschichte  und  Geographie  Corea's.

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In  dem  Tagebuche  O-o-gawutsi’s  werden  zwei  und  zwanzig
hohe  und  niedere  Anführer  genannt,  welche  Nan-on  unmittelbar ­
  erstürmten.  Tsio-so-ka-be  und  Ike-da  befinden  sich  nicht
unter  ihnen.
,Ein  schinesisches  Heer  von  120.000  Mann  nahte  sich
unter  den  Generälen  Ma  kui,  Jang  kao,  Jang  juen  und  Hing
kiai  der  japanischen  Linie.  Jang  juen  griff  zuerst  die  feste
Stellung  zu  Nam  uön  an,  ward  aber  zurückgeworfen,  und  die
ihn  verfolgenden  Japaner  zogen  als  Sieger  in  die  Kreishauptstadt ­
  Tsjön  tsju  ein.  Nicht  glücklicher  war  der  schinesische
General  Hing  kiai  in  seinem  Angriff  auf  die  Festung  Kaja  san.
Die  Abtheilungen  des  Kijo  masa,  Tada  sige  und  Katsu  sige
behaupteten  sich  dort  ebenso  siegreich,  als  in  den  Gefechten
um  Küm  ku  und  Küm  te,  westlich  von  Tsjön  tsju/
Da  in  dem  obigen  Citate  die  Zeitangabe  fehlt,  ist  es
schwer,  den  Bericht  mit  demjenigen  O-o-gawutsi’s  in  Einklang
zu  bringen.  Wie  in  dem  auf  der  Bambusinsel  entworfenen  Feldzugsplane ­
  bestimmt  worden,  brachen  am  neun  und  zwanzigsten
Tage  des  achten  Monats  O-o-ta  Kadzu-josi,  Statthalter  von  Fi-da,
und  Ka-to  Kijo-masa,  Haupt  der  Rechnungen,  mit  zwei  Heerhaufen, ­
  zusammen  zwanzigtausend  Streiter,  von  Teru-siü  auf.
O-o-gawutsi,  der  sich  bei  dem  Heere  Kadzu-josi’s  befand,  erzählt
jetzt  fast  ausschliesslich  nur  von  den  Unternehmungen  dieser
zwei  nach  Norden  ziehenden  Heere.  Diese  Heere  zogen  über  Senken, ­
  Kumu-san,  Kum-ui,  Tsin-zon,  Fu-siki,  Siaku-siü,  Kor-an  und
standen  schon  am  achten  Tage  des  neunten  Monats  in  dem  von
der  Hauptstadt  des  Landes  kaum  sieben  Ri  entfernten  Tsin-zen.
Nach  der  Verabredung  sollten  die  drei  Abteilungen  des
Gesammtheeres,  die  nördliche,  östliche  und  westliche,  auf  verschiedenen ­
  Wegen  in  das  Innere  des  Landes  dringen,  sich
dann  vereinigen  und  die  Hauptstadt  zerstören.  Wie  aus  dem
Tagebuche  hervorgeht,  war  nur  das  Nordheer  bis  zu  der  Hauptstadt ­
  vorgedrungen.  Um  die  Zeit  war  in  jenen  Gegenden  bereits ­
  der  Winter  eingetreten  und  seit  dem  ersten  Tage  des
neunten  Monats  das  Wasser  der  Flüsse  gefroren.  Die  zwei
Heerführer  wollten  dessen  ungeachtet  die  Hauptstadt  angreifen.
O-o-gawutsi,  besonders  auf  die  ungenügenden  Streitkräfte  hinweisend, ­
  rieth  zum  Rückzuge,  was  auch  angenommen  wurde.
            
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