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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

Darlegungen  aus  der  Geschichte  und  Geographie  Corea'a.

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Hoe-tün,  der  oberste  mongolische  Heerführer,  der  im
Ganzen  dreizehntausend  fünfhundert  Menschen  verloren  hatte,
gelangte  im  Anfänge  des  nächsten  Monats  nach  Hö-pu  in  Corea.
Er  kehrte  von  dort  mit  zweihundert  Knaben  und  Mädchen,  die
er  auf  den  verschiedenen  japanischen  Inseln  gefangen  genommen ­
  hatte,  in  die  Heimath  zurück,  berichtete  dem  Mongolenherrscher ­
  über  den  Feldzug  und  stellte  ihm  die  zweihundert
Gefangenen  vor.
[J.  1275,  2.  M.]  ,Eine  mongolische  Gesandtschaft,  an
ihrer  Spitze  Tu  schi  tschung,  kommt  mit  Abgeordneten  von
Kaoli  nach  Japan.  Die  letztem  werden  vom  Statthalter  zu
Dai  sai  fu  abgefertigt;  die  drei  mongolischen  Gesandten  dagegen, ­
  ohne  Mijako  zu  passiren,  vor  den  Sjogun  nach  Kamakura ­
  gebracht.  Auf  ihre  schriftlichen  Anträge  wird  keine
Antwort  ertheilt.'  (Nippon  wö-dai  itsi-ran.)
,  Die  in  einer  Note  zu  Klaproth’s  Uebersetzung  enthaltene
Angabe  der  jap.  Encyclopädie  lautet:  L’annee  suivante  (ou  la
l re  du  nengo  Ken  zi  1275)  les  Mongols  envoyerent  Thou  chi
toung,  comme  ambassadeur;  il  vint  avec  celui  de  la  Coree  ä
Kama  koura,  il  y  fut  mis  a  mort,  et  sa  tete  publiquement
exposee.
Von  diesen  zwei  Angaben  ist  diejenige  der  jap.  Encyclopädie, ­
  welche  hier  mit  dem  Mo-zokki  übereinstimmt,  für  die
richtige  zu  halten.  Das  Nippon  wo-dai  itsi-ran  ist  häufig  ungenau ­
  und  fehlerhaft.
Gleich  nach  der  Ankunft  Hoe-tün’s  hielt  Kublai  Khan
nochmals  einen  Kriegsrath.  In  demselben  wurde  beschlossen,
eine  neue  Gesandtschaft  nach  Japan  zu  schicken.  Man  ernannte ­
  somit  itt  &  Tu-schi-tschung  zum  eigentlichen
Gesandten,  zwei  andere  Männer  zu  zugesellten  Gesandten  und
gab  ihnen  einen  coreanischen  Dolmetscher  und  einen  Rudermeister ­
  als  Wegweiser  mit.  Dem  Gesagten  zufolge  war  der
coreanische  Dolmetscher  kein  Abgesandter,  sondern  ein  Mitglied ­
  der  Gesandtschaft.  Diese  gelangte  im  zweiten  Monate
des  Jahres  1275  zu  der  Bucht  von  Muro-dzu  in  dem  Reiche
Naga-to.  Man  hielt  ihr  Schiff  anfänglich  für  ein  Kriegsschiff,
fand  aber  bei  der  Durchsuchung,  dass  dieses  nicht  der  Fall
sei.  Um  die  Ursache  ihrer  Herreise  befragt,  antworteten  die
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