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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

Darlegungen  aus  der  Geschichte  und  Geographie  Corea’s.

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Corea.  Das  chinesische  Hö-pu  ist  viel  zu  weit  entfernt,  als
dass  damals  von  ihm  aus  eine  Flotte,  wie  gesagt  wird,  in  eilf
Tagen  das  japanische  Land  hätte  erreichen  können,  da  später
die  mongolische  Flotte  von  dem  viel  näheren  Kiang-nan  aus
zur  lieber  fahrt  nach  Japan  einen  Monat  brauchte.  In  der  Note
zur  Uebersetzung  des  Nippon  wö-dai  itsi-ran  lautet  die  bezügliche ­
  Stelle:  ,Cette  expedition  partit  de  Ima  tsou  (lisez  Kane
tsoa,  1  en  Coree),  et  arriva  onze  jours  apres  ä  l’ile  de  Iki‘.
Später  gelangte  auch  der  mongolische  Heerführer  Iloe-tün  in
ungefähr  vierzehn  Tagen  von  der  Bucht  von  Ima-dzu,  wo  er
geschlagen  wurde,  nach  Hö-pu.  Dass  dieses  wirklich  ein  Ort
in  Corea,  erhellt  aus  der  Angabe,  dass  Iioö-tün  von  dort  in
das  Mongolenreich  zurückkehrte.  Hö-pu,  das  mit  coreanischer
Aussprache  hap  p’o  lauten  würde,  fehlt  auf  der  dem  Nippon-Archiv
  beigegebenen  Karte.
Nach  dem  Mo-zokki  erschien  die  mongolische  Flotte  zuerst ­
  nicht  vor  I-ki,  sondern  vor  Tsusi-ma.  Was  sonst  noch  in
dem  Nippon  wö-dai  itsi-ran  und  in  der  Anmerkung  gesagt  wird,
ereignete  sich  erst  in  der  Bucht  von  Ima-dzu.  Die  Worte:
,Hie  und  da  längs  den  Küsten  von  Kiusiu  einige  Feindseligkeiten ­
  pflegend'  fehlen  in  Klaproth’s  Uebersetzung,  mögen  jedoch ­
  in  dem  Originale  stehen.
Die  Mongolen  setzten  in  Tsusi-ma  sogleich  einen  Flügel
an  das  Land  und  schossen  mit  giftigen  Pfeilen  und  eisernen,
mit  Feuer  gefüllten  Kugeln.  Der  Flügel  wurde  zurückgeschlagen
und  in  das  Meer  geworfen.  Da  sie  aber  immer  neue  Streitkräfte ­
  in  den  Kampf  schickten,  wurden  die  Japaner,  nachdem
der  Statthalter  ^  |g|  Suke-kuni  mit  seinem  Sohne  und  vielen
Anderen  gefallen  war,  zurückgedrängt  und  die  Wohngebäude
der  Bucht  von  ik  Sa-su  in  Asche  gelegt.
Am  vierzehnten  Tage  desselben  Monats  landete  das
Mongolenheer  in  I-ki.  Der  stellvertretende  Statthalter  M  m
Tsune-taka  hatte  schon  früher  nach  Tsiku-zen  um  Verstärkung
geschickt.  Diese  war  jedoch  nicht  eingetroffen,  worauf  die

1  Soll  wohl  Kaue  ts.ou  lieissen,  was  aber  nicht  coreauisch,  sondern  japanische ­
  Uebersetzung  ist  und  coreanisch  küm  sim  lauten  müsste.  Es  ist
das  chinesische  kin-tsin.  Ein  solcher  Ortsname  fehlt  in  der
Karte  des  Nippon-Archivs.
Sitzungsber.  d.  phil.-liist.  CI.  LXXVIII.  Bd.  I.  Hft.  7
            
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