lvaut und die positive Philosophie.
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des einen direct auf das Gesetztsein des andern geschlossen
werden kann. Wenn eine vernünftige Natur ist, lautet die
Forderung der Vernunft, so kann sie nur im Ganzen und
in den Theilen vernünftig sein.
Wird dageg'en vermöge einer unabweislichen Forderung
der Vernunft die Natur von dieser als ,Ver nunftwesen' gedacht,
so folgt daraus keineswegs, dass sie auch wirklich ein solches
sei. Jene Forderung der Vernunft gilt nur für diese selbst
d. i. für ein Denken, das Anspruch darauf macht, für ,vernünftig'
zu gelten. Möglich wäre es immer, dass von der
Art, wie sie gedacht wird, ganz unabhängig die Natur als solche
,vernunftlos', ein ,epikurischer Zusammenlauf wirkender Ursachen'
wäre. Dass auf diesem Wege des ,ungefähren Zusammenstosses'
Bildungen zu Stande kämen, die sich ,in ihrer
Form erhalten könnten', wäre zwar nach Kant’s Ausdruck ein
,Glücksfall', der sich ,schwerlich' ereignen wird; wenn er sich
aber auch nur überhaupt ereignen kan n, so ist aller notliwendigen
Annahme der Vernunft zum Trotz eine ,vernunftlose'
Natur keine Unmöglichkeit. Während daher der Gedanke einer
vernünftigen Natur den Gedanken einer dur chgeli ends vernünftigen
Natur mit Nothwendigkeit nach sich zieht, zieht der
wenn auch unvermeidliche Gedanke einer vernünftigen Natur
die Existenz einer solchen keineswegs nach sich.
Möchte daher die Annahme einer ,vernunftlosen' Natur
immerhin wider die Vernunft, der vernünftige Gedanke einer
,Naturvernunft' muss darum nicht schon Erkenntniss sein.
Vielmehr bleibt nach dem Vorigen die Möglichkeit offen, dass
es, der unabweislichen Vernunftforderung ungeachtet, die Natur
als ,Vernunftwesen' zu denken, mit der Natur, die da ist,
auf ganz entgegengesetzte Weise sich verhalte. Die Verriunftannahme
einer vernünftigen Natur kann ein unvermeidlicher
Schluss, aber nichtsdestoweniger ein Fehlschluss sein, wie es
der von Kant sogenannte Paralogismus der reinen Vernunft
bezüglich der Existenz eines für sich bestehenden Seelenwesens
ist. Die teleologische Natur, eine Ausgeburt der Vernunft,
sehliesst die Möglichkeit nicht aus, deren, obgleich unvermeidliche
Selbsttäuschung, ein ,Vernunftroman' zu sein, dem keine
Realität entspricht.