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punkt der Entscheidung liegt im Begriffe des ,Vernünftigen'.
Wird unter Vernünftigkeit in Bezug auf die Vorstellung der
Natur eben nichts anderes verstanden, als die Vorstellung, dass
dieselbe ,planmässig' vorgehe, so versteht es sieh von seihst,
dass die entgegengesetzte Vorstellung des ,blinden Ungefähr'
eben unvernünftig sei. Nach dieser Auffassung besteht die
,Vernünftigkeit' darin, auch der Natur ,Vernunft' und ,planmassiges
Vorgehen' beizulegen d. h. die Vorgänge in derselben
so vorzustellen, wie sie sein müssten, wenn die Urheberin
derselben, die Natur, ein vernünftiges d. i. nach Plan und mit
Absicht handelndes Wesen wäre. Dies einmal zugegeben, wäre
die Annahme, die Natur handle nur ,in Theilen' zweckmässig,
im Ganzen aber ,zwecklos', allerdings ,unvernünftig'; die Natur
einmal als ,Vernunftwesen' gedacht, kann sie nur als sowohl im
Ganzen wie in den Theilen vernünftig gedacht werden. Jenem
zufolge wäre eine Vernunft, die die Natur nicht als ,Vernunftwesen',
diesem zufolge eine Vernunft, die sie nur ,in Theilen'
(statt im Ganzen) als solches dächte, nicht werth ihres
Namens.
Dem Anscheine nach liefen nun alle drei Fälle auf
ein und dasselbe, auf den Begriff der Vernünftigkeit hinaus,
der das Vernunftwesen zwingt, die Natur als Vernunftwesen
zu denken. In Wirklichkeit aber verhält sich die Sache ganz
anders und hat der Begriff der Vernünftigkeit im ersten Falle
eine ganz andere Tragweite als in den beiden anderen Fällen.
Wird nämlich einmal die Natur als Vernunftwesen gedacht,
so ist damit schon gesagt, dass es ein Widerspruch wäre, wenn
dieselbe zwar in den Theilen, aber nicht im Ganzen als solches
gedacht würde. Letzterer Gedanke ist eine notkwendige
Consequenz des ersten Gedankens; wer den ersten denkt,
muss nothwendig den zweiten decken, wenn er folgerichtig
denkt.
Die Vernünftigkeit im ,Ganzen' ist eine nothwendige Folge
der Vernünftigkeit der Natur, die eben kein Vernunftwesen
wäre, wenn sie es bloss ,in Theilen' wäre. Der Gedanke einer
vernünftigen Natur steht mit dem Gedanken einer ,durchgehends'
vernünftigen Natur in so engem Zusammenhänge, dass der eine
nicht ohne den andern gedacht werden, und aus der Setzung