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Zimmerm ann.
Menschheit zu re'ailisirenden Endzwecke abhängig'. Eine von
Anfang- feststehende ,Bestimmung' zeichnet dem vernunftlosen
wie dem vernunftbegabten Geschöpf seine Entwicklung vor,
die in der vollständigen Auswicklung aller in demselben gelegenen
Keime und Anlagen besteht. Zur Erreichung dieses
Zweckes, der die ,Naturabsicht' ausmacht, sind die Gesetze
der Natur und dieser gemäss die Erscheinungen geordnet.
Von der theologischen unterscheidet sich diese teleologische
Ansicht der Natur und Weltgeschichte in zwei (allerdings
wesentlichen) Punkten. Dieselbe setzt an die Stelle der
göttlichen eine ,Naturabsicht' und lässt den Endzweck aller
Menschengeschichte, die vollkommene Entwicklung der Vernunftanlage
nicht an den Individuen, die ,insgesammt sterben',
sondern an der ,unsterblichen' Gattung sich vollziehen. Dagegen
hat sie den Gegensatz gegen das ,trostlose Ungefähr' (a. a. 0.
S. 295) und den ,epikurischen Zusammenlauf wirkender Ursachen,
(a. a. 0. S. 302) mit jener gemein. Ersteres ist ihr so antipathisch,
dass sie für den ,Grundsatz': alle Naturanlagen eines Geschöpfes
sind bestimmt, sich einmal vollständig und zweckmässig auszuwickeln,
kein schlagenderes Argument vorzubringen für nöthig
hält, als: wenn wir von ihm abgehen, so haben wir nicht mehr
eine gesetzmässige, sondern eine zwecklos spielende Natur,
und das trostlose Ungefähr tritt an die Stelle des Leitfadens
der Vernunft. Zwar der Möglichkeit, dass durch den ,ungefähren
Zusammenstoss' von Staaten wie von den ,kleinen
Stäubchen der Natur' unter allerlei versuchten Bildungen, die
durch neuen Anstoss wieder zerstört werden, auch ,von Ungefähr'
eine solche gelingt, ,die sich in ihrer Form erhalten kann',
vermag sich auch Kant nicht zu verscldiessen. Allein dies
nennt er ,einen Glücksfall, der sich wohl schwerlich (!) ereignen
wird'! Es scheint ihm ,vernünftiger', anzunehmen, ,die Natur
verfolge hier einen regelmässigen Gang, unsere Gattung von
der untern Stufe der Thierheit an allmälig bis zur höchsten
Stufe der Menschheit zu führen'. Letztere Annahme, da sie
dem ,trostlosen Ungefähr' entgegenstellt, hat demnach auch den
Anspruch, für ,trostvoller' zu gelten. Oder wolle man ,lieber',
dass aus allen diesen Wirkungen und Gegenwirkungen der
Menschen im Grossen überall nichts, wenigstens nichts Kluges