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jene Gesetze selbst folgen. Dem aufsteigenden Gang- der Untersuchung-,
der bei dem ersten von den scheinbar regellosen Erscheinungen
zu den dieselben beherrschenden Gesetzen empor-,
setzt der andere den absteigenden entgegen, der von der
,allgemeinen Ursache* zu den untergeordneten herabführt.
Es ist keineswegs Kant’s Absicht, durch seine Schrift
den Beweis zu führen, dass Handlungen, wie die von ihm angeführten,
auf welche ,der freie Wille des Menschen so grossen
Einfluss hat*, nichtsdestoweniger einer ,Regel* unterworfen
seien. Vielmehr ,bewiesen* das schon ,die jährlichen Tafeln
derselben in grossen Ländern*. Kant beruft sich auf diese als
Dokumente, durch welche die Thatsache, dass zwar scheinbar
willkürliche Handlungen ,nach beständigen Naturgesetzen geschehen*,
ausser Zweifel gestellt werde. Immerhin handelt es
sich noch darum, die Thatsache, dass scheinbar willkürliche
Handlungen nach beständigen Naturgesetzen erfolgen, selbst zu
erklären. Wenn man sich nach Kant’s Ausdruck eines gewissen
Unwillens nicht erwehren kann, sobald man der Menschen
Thun und Lassen auf der grossen Weltbühne ausgestellt und
bei hin und wieder anscheinender Weisheit im Einzelnen doch
endlich alles im Grossen aus Thorheit, kindischer Eitelkeit, oft
auch aus kindischer Bosheit und Zerstörungssucht zusammengewebt
findet — so bliebe für den Philosophen keine andere
Auskunft, als dass, da er bei Menschen und ihrem Spiele im
Grossen gar keine vernünftige eigene Absicht voraussetzen
kann, er versuche, ob er nicht eine Naturabsicht entdecken
könne, aus welcher von Geschöpfen, die ohne eigenen Plan
verfahren, dennoch eine Geschichte nach einem bestimmten
Plane der Natur möglich sei.
Auf die Entdeckung einer solchen ist daher Kant’s, des
,Philosophen*, Absehen gerichtet. Er will sehen, wie er sagt,
ob es ihm gelingen werde, einen ,Leitfaden* zu einer solchen
Geschichte zu finden; den Mann hervorzubringen, der im
Stande sei, sie darnach abzufassen, will er der Natur überlassen.
Letzteren vergleicht er mit Newton, während er sich
selbst die bescheidenere Rolle zuweist, die verborgene Endabsicht
der Natur aufzuspüren, als deren planmässige Vollziehung
die Geschichte sich ansehen lasse.