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Miklosich.
thoves und coves d. i. tsoves du wirst stellen, got. ga-ded-s, ahd.
töm ich thue; dagegen aind. danta-s, got. tunthu-s, ahd. zand
d. i. tsand aus *thand; zig. dant. Das Gemeinsame ist die Verwandlung
des h in s nach t. In vn. findet man latches, laces
(latses) neben rakch. Da v keiner Aspiration fähig ist, so wird
es durch pli ersetzt: aind. vidhuva: phivlo. vrddha: phurö. Es
ist jedoch richtig ph auf b zurückzuführen.
6. Nicht aus allgemeiner Vorliebe der Sprache für aspirirte
Laute, sondern aus ihrer Vorliebe für aspirirten Anlaut
scheint die später zu erwähnende Metathese der Aspiration erklärt
werden zu sollen.
7. Es wird sich aus der Abhandlung ergeben, dass die
Zigeunermundarten hinsichtlich der aspirirten Consonanten von
einander sehr abweichen. Die grösste Vorliebe dafür wird man
in m. wahrnehmen; iv. und vii. möchten sich wohl als massgebend
erweisen; in ii. wird selbst in der genauen Schreibung
meines Gewährsmannes einiges Schwanken bemerkt; in v. findet
man leer Haus Lieb, und kheer Zipp, bei Pott 2. 153: ersteres ist
wohl ungenaue Schreibung; xn. hat keine Spur der Aspiration bewahrt,
während xm. in ch (8) für th an diese erinnert. Aus der
Betrachtung der hieher gehörigen Erscheinungen dürfte hervorgehen,
dass allen Zigeunermundarten Europa’s eine Sprache
zu Grunde liegt, welche die Aspiraten kli, th, ph besass, neben
die Andere vielleicht gh, dh, hli zu stellen geneigt sein möchten.
Wenn aus aind. ghäsa Futter in i. kas entstand, so ist dafür
eine Mittelform khas anzunehmen. Ob indessen in i. wirklich
die aspirirten in dem Maasse den unaspirirten Consonanten gewichen
sind, als diess in Paspati’s Werk dargestellt wird, halte
ich nicht für unzweifelhaft. Wie sollen wir es uns erklären,
wenn khinö und kind müde, khnvdva und kuvdva flechte u. s. w.
geschrieben wird?
8. Zwischen bestimmten Consonanten und den Vocalen e
und i, seltener anderen schiebt sich in der Mundart der rumänischen
und manchmal der ungrischen und mährisch-böhmischen
Zigeuner ein parasitisches j ein; daher ratji ii. aus rati: tj geht
in erweichtes t d. i. <’ über : rati. Dieselbe Erscheinung tritt
bei aspirirten Consonanten ein, wodurch Lautverbindungen entstehen,
die nur von zigeunerischen Sprachorganen ohne Mühe
bewältigt werden können: k geht in diesem Falle in t über.