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Miklosicli.
Mundart der mährisch-böhmischen Zigeuner, die nach Puchmayer
kchakch Vetter, tchuv Rauch, pchak Flügel sprechen;
2. in der Mundart der bessarabischen Zigeuner, wie aus dikchaü
ich sehe, tchud Milch und pcliej Schwester für pcken hervorgeht.
Vergl. meine Abhandlung über die Mundarten und Wanderungen
der Zigeuner II. Seite 24—26. Dasselbe gilt 3. von den Moskauer
Zigeunern: kcher Plaus, te tchoves neben te coves stellen, pcliabäj
Apfel. Vergl. 0. Böhtlingk im Bulletin de la Classe hist.-philol.
St. Petersbourg. 1853. X. Seite 1. 261; und 4. von der Mundart der
polnisch-litauischen Zigeuner: jakcha Augen, tlian Tuch, pchaka
Flügel, obwohl man phuma terra geschrieben findet, bh scheint zu
fehlen: baryolau ich wachse. Dagegen sprechen die Zigeuner
der Bukowina nicht kch, tck und pch, sondern kh, th und ph:
khrbr Haus, thovö ich lege, phu Erde.; nur in pcliiko, wofür auch
psikö vorkömmt, Schulter, hört man die Spirans ch: doch finde
ich auch pchjer neben phjer ambula geschrieben.
4. Wenn aus aind. bhumi zig. phuv, pchuv entsteht, wenn
also an die Stelle des tönenden b das tonlose p tritt, so liegt
der Grund dieser Erscheinung in der Natur des auf b folgenden
Lautes, mit dem das tönende b nicht vereinbar ist. Um diese
Veränderung zu erklären, braucht man nicht nothwendig an die
Spirans zu denken, indem der Hauch dieselbe Wirkung hervorbringt,
wie das hind. zeigt, wo bei der Aussprache das gh zwar
mit g angesetzt, aber mit k geschlossen wird. E. Brücke,
Sitzungsberichte XXX. Seite 219. G. Curtius, Grundzüge der
griechischen Etymologie. IV. Auflage Seite 425. Dagegen wird
bharö gross gesprochen, nicht pJiaro.
Dass zig. khakh, thuv, phcik gesprochen wird, ist unzweifelhaft
; auch im armen, k’, t’, p’ höre ich zwei Laute; auch daran,
dass im hind. kh, gh u. s. w. zwei Laute unterschieden werden,
kann nach den Mittheilungen Brücke’s und Arendt’s und nach
der Bezeichnung dieser Laute in der arabischen Schrift nicht
gezweifelt werden. Wenn nun J. Beames, A comparative
grammar of the modern aryan languages of India. I. Seite 264.
265, versichert, dass die Aspiraten nie als blosse Verbindungen
eines gewöhnlichen Buchstabens mit h angesehen werden, dass
es ganz und gar eine europäische Ansicht sei, sie so zu behandeln,
dass k nicht ein k-Laut sei gefolgt von einem li, dass
kh vielmehr ein k sei — uttered with a greater effort of breath,