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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 77. Band, (Jahrgang 1874)

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Werner.

gen  ewigen  Abschluss  der  zeitlichen  Weltentwickelung  in  unabweislich
  sichere  Aussicht  stellt.  Alles  creatürliche  Schöne
wird  demnach  die  vollendete  Hervorbildung  der  ihm  eigenen
Schönheit  in  der  zukünftigen  verklärten  W 7 elt  erlangen,  welche
der  Ort  der  absolut  verwirklichten  Ideale  ist.
Selbstfassung  und  Sammlung  in  sich  selber  setzt  ein  sich
fassendes  und  in  sich  sammelndes  Sein  voraus,  absolute  Selbstfassung ­
  und  Selbstsammlung  ein  absolutes  Selbst.  Das  absolute
göttliche  Selbst  hat  sein  geschöpfliches  Gegenbild  im  Menschen,
in  welchem  das  creatürliche  kosmische  Sein  sich  in  sich  selbst
zur  concret  durchgebildeten  Einheit  zusammenfasst  und  in  der
leiblichen  Aeusserlichkeit  des  Menschen  den  sichtbaren  Ausdruck ­
  dieser  centralisirten  Selbstfassung  und  Selbstinnerung
des  kosmischen  Seins  aus  sich  hervorstellt.  Diese  centralisirende
  concrete  Selbstinnerung  und  Selbstfassung  des  Universums ­
  muss  eine  geistige  sein,  weil  sie  ohne  dem  keine  wahrhafte ­
  Selbstinnerung  und  Selbstfassung  sein  könnte,  kann  aber
keine  absolute  und  absolut  geistige  sein,  weil  sie  eben  das
sinnlich  Stoffliche  in  das  Geistige  zurückzuvermitteln,  und  umgekehrt ­
  die  selbstige  Geistigkeit  dem  Stofflichen  als  lebendige
selbstige  Bildungsmacht  einzugeisten  hat.  Das  eigenste  Wesen
des  Menschen  ist,  eine  plastische  Ineinsbildung  des  Geistig-Selbstigen
  und  Stofflich-Sinnlichen  zu  sein,  in  welcher  das
Geistig  -  Selbstige  sich  in  dem  ihm  angebildeten  Stoffe  abgestaltet, ­
  und  in  dieser  Abgestaltung  sich  einen  sichtbaren  Ausdruck ­
  seiner  selbst  schafft.  So  wäre  also  der  Mensch  wenigstens ­
  seiner  Idee  nach  dasjenige  Wesen,  in  welchem  der  Stoff
dem  in  ihm  ausgedrückten  und  verwirklichten  Gedanken  vollkommen ­
  eingeordnet  ist,  obschon  diese  durch  das  Ebenmass
der  menschlichen  Gestalt  angezeigte  vollkommene  Einordnung
erst  in  einer  zukünftigen  vollendeten  Welt  zur  vollendeten
Wirklichkeit  werden  kann.
Das  Ebenmass  der  menschlichen  Gestalt  zeigt  an,  dass
in  ihr  der  Stoff  vollkommen  dem  in  ihm  ausgedrückten  Gedanken ­
  eingeordnet  sei.  Nicht  so  verhält  es  sich  mit  allen
übrigen  Bildungen  der  sichtbaren  Wirklichkeit;  in  diesen  manifestirt
  sich  offenbar  ein  relatives  Ueberwiegen  des  Stoffes  über
die  ihn  bewältigenden  Bildungformen,  daher  in  keiner  derselben ­
  die  reine  Schönheit  zum  Ausdrucke  kommt.  Grund
            
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