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Zimm ermann.
nothwendige Formen der gesammten Erscheinungswelt, aber
nur weil sie notliwendige Formen unseres Erkenntnisvermögens
sind. Der Schluss, dass andere Formen der Erfahrung, z. B.
die Zweckmässigkeit, Intelligenz und bewusste Absichtlichkeit
der Natur oder Geschichte nicht wirkliche Erfahrung, sondern
durch anthropomorphistische Uebertragung subjectiver Anschauungsfonnen
auf die objective Welt verursachter Schein
einer solchen sein möchten, liegt von da nicht ferne.
Durch Bedenken der Art wird die glückliche Unbefangenheit
der positiven Philosophie nicht beunruhigt. Ihr dogmatisches
Vertrauen in die inductive ist so unbedingt, wie das
der speculativen Philosophie in die absolute Methode. Im Besitze
derselben scheint ihr die Biesenaufgabe, die unveränderlichen
Naturgesetze im Bereich aller leblosen wie lebendigen Erscheinungen,
die der Gesellschaft inbegriffen, zu entdecken, nicht
schwieriger als der letzteren der Ersatz alles empirischen
Wissens durch apriorische Construction an der Hand der dialektischen
Methode. Als er durch seinen damaligen Freund,
Gust. v. Eichthal, der sich später von ihm trennte und zu
St. Simon überging, der ihn mit jener Schrift Kant’s bekannt
machte, von der sogleich die Rede sein wird, eine Notiz von
Hegel erhielt, fand er zwischen diesem und sich selbst ,eine
grosse Zahl von Berührungspunkten*, obwohl nicht (wie Eiclithal)
eine ,Identität des Princips* (il-y-a entre lui et nous un
grand nombre de points de contact, quoique je ne croie pas,
comme vous, ä l’identite des principes, a. a. 0. p. 157). Er
nennt ihn einen ,esprit positif dans les details* und ,homme de
merite*, obgleich ,trop metaphysique*. Er liebt durchaus nicht
den ,Geist* (esprit), den Hegel eine so ,sonderbare Rolle* (un
role si singulier) spielen lasse. Dagegen lobt er seine Beobachtungsgabe;
dass die Welt nur zu einer Zeit, im 11. Jahrhundert
nämlich, wahrhaft christlich gewesen sei, habe er
richtig gesehen; eine ,Beobachtung von solchem Gewicht beweise
viel für ihn* (prouve beaucoup pour lui). Aus diesen
Bemerkungen spricht eine Abneigung gegen die Methode Hegels,
insofern sie ,metaphysisch*, keineswegs aber insofern sie von
dem Vertrauen auf objective Erkenntniss belebt ist. Das Talent
der ,Beobachtung*, das er in Hegel wahrzunehmen glaubt, lässt
ihn Annäherung wünschen und Verständigung hoffen, wenn