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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 77. Band, (Jahrgang 1874)

Z  im  m  ermann.

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,positiv'  anerkannt,  als  dasjenige,  das  auf  den  ,positiven'  Standpunkt ­
  erst  von  ihm  (Comte)  selbst  zu  erheben  ist,  als  positives' ­
  darstellen.  Jene  Tendenz  ist  historisch,  diese  dogmatisch. ­
  Erstere  stellt  das  Gesetz  auf,  dem  jeglicher  Fortschritt
im  menschlichen  Wissen  unterliegen  soll;  diese  betrachtet  dasselbe ­
  von  Seite  desselben  Wissens  als  bereits  erfüllt,  die  Gesammtlieit
  der  Wissenschaften  als  in  das  oberste  und  letzte  Stadium  der
Vollkommenheit  (durch  Comte)  eingetreten.  Der  Cours  de
philosophie  positive  ist  im  Sinne  seines  Verfassers  nicht  sowohl
die  Erzählung  des  allmäligen  Werdens,  als  der  Totalinbegriff
des  positiv'  gewordenen  d.  h.  des  allein  wahren  und  wirklichen ­
  Wissens  selbst,  zwar  nicht  sofern  es  die  einzelnen  (naturhistorischen ­
  und  historischen)  Erscheinungen,  wohl  aber,  insofern ­
  es  die  auf  die  Gesammtlieit  dieser  letzteren,  im  Allgemeinen ­
  und  ihren  einzelnen  Sphären  nach,  bezüglichen  und
dieselben  beherrschenden  Naturgesetze  betrifft.
Das  bescheidene  Ziel  einer  Geschichte  der  Wissenschaft
erweitert  sich  im  Verlauf  zur  Darstellung  der  Wissenschaft
selbst.  Nachdem  er  von  Bacon  die  Methode  und  den  Gedanken
einer  Umschreibung  des  möglichen  Umfanges  des  Wissens  ererbt, ­
  erübrigte  nur  noch  das  Werk,  das  dieser  unvollendet  gelassen, ­
  die  encyclopädische  Darstellung  des  Inhaltes  desselben.
Mit  dem  Gelingen  desselben  war  der  stolze  Plan  der  Instauratio ­
  magna,  die  Neugestaltung  der  Wissenschaft  zur  Verwirklichung ­
  gebracht.
Von  diesem  Gesichtspunkte  aus  hat  Comte’s  positive
Philosophie  eine  gewisse  Aehnlichkeit  mit  den  Unternehmungen
der  deutschen  speculativen  Philosophie  seit  Kant.  Im  Gegensatz
gegen  die  vorsichtige  Prüfung  der  Grenzen  des  Erkenntnissvermögens
  durch  letztgenannten,  war  -das  Absehen  seiner  Nachfolger ­
  auf  das  absolute  System  der  Wissenschaft  gerichtet.
Schelling’s  Vorlesungen  über  die  Methode  des  akademischen
Studiums  und  Hegel’s  Encyclopädie  enthielten  den  Entwurf
des  gesummten  Natur  und  Geschichte  umfassenden  Systems.
Wie  jener  in  der  Naturphilosophie  die  empirische  Natur,  so
stellte  dieser  in  der  Philosophie  der  Geschichte  die  empirische
Historik  als  allgemeinen  und  unveränderlichen  Gesetzen  unterworfen ­
  dar.  Beide  wie  Comte  von  der  Voraussetzung  ausgehend,
nicht  nur,  dass  solche  die  objective  Natur  und  objective
            
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