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,positiv' anerkannt, als dasjenige, das auf den ,positiven' Standpunkt
erst von ihm (Comte) selbst zu erheben ist, als positives'
darstellen. Jene Tendenz ist historisch, diese dogmatisch.
Erstere stellt das Gesetz auf, dem jeglicher Fortschritt
im menschlichen Wissen unterliegen soll; diese betrachtet dasselbe
von Seite desselben Wissens als bereits erfüllt, die Gesammtlieit
der Wissenschaften als in das oberste und letzte Stadium der
Vollkommenheit (durch Comte) eingetreten. Der Cours de
philosophie positive ist im Sinne seines Verfassers nicht sowohl
die Erzählung des allmäligen Werdens, als der Totalinbegriff
des positiv' gewordenen d. h. des allein wahren und wirklichen
Wissens selbst, zwar nicht sofern es die einzelnen (naturhistorischen
und historischen) Erscheinungen, wohl aber, insofern
es die auf die Gesammtlieit dieser letzteren, im Allgemeinen
und ihren einzelnen Sphären nach, bezüglichen und
dieselben beherrschenden Naturgesetze betrifft.
Das bescheidene Ziel einer Geschichte der Wissenschaft
erweitert sich im Verlauf zur Darstellung der Wissenschaft
selbst. Nachdem er von Bacon die Methode und den Gedanken
einer Umschreibung des möglichen Umfanges des Wissens ererbt,
erübrigte nur noch das Werk, das dieser unvollendet gelassen,
die encyclopädische Darstellung des Inhaltes desselben.
Mit dem Gelingen desselben war der stolze Plan der Instauratio
magna, die Neugestaltung der Wissenschaft zur Verwirklichung
gebracht.
Von diesem Gesichtspunkte aus hat Comte’s positive
Philosophie eine gewisse Aehnlichkeit mit den Unternehmungen
der deutschen speculativen Philosophie seit Kant. Im Gegensatz
gegen die vorsichtige Prüfung der Grenzen des Erkenntnissvermögens
durch letztgenannten, war -das Absehen seiner Nachfolger
auf das absolute System der Wissenschaft gerichtet.
Schelling’s Vorlesungen über die Methode des akademischen
Studiums und Hegel’s Encyclopädie enthielten den Entwurf
des gesummten Natur und Geschichte umfassenden Systems.
Wie jener in der Naturphilosophie die empirische Natur, so
stellte dieser in der Philosophie der Geschichte die empirische
Historik als allgemeinen und unveränderlichen Gesetzen unterworfen
dar. Beide wie Comte von der Voraussetzung ausgehend,
nicht nur, dass solche die objective Natur und objective