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Z i m m e r m a n u.
spruch Kant’s l-iclitig-, dass es Erkenntnisse gebe, die zwar
mit der Erfahrung anheben, aber nicht aus derselben entspringen.
Letzteres schon desshalb, weil zwar das im Raume
ebenso wie das in Bewegung Befindliche, keineswegs aber der
Raum und die Bewegung als solche Object der Erfahrung sind.
Beide sind Formen des durch die Siune Gegebenen, aber
nicht selbst durch diese gegeben. Als solche finden sie sich
an allem durch die Beobachtung erkannten Räumlichen und
Bewegten wieder und was von ihnen als solchen gilt, erstreckt
sich von selbst auf das in ihnen Enthaltene. Weil das Erfahrene
räumlich und in Bewegung befindlich, also mit dem
Erfahrenen die Form seiner Räumlichkeit und seiner Bewegung
gegeben ist, so entsteht der Schein, als seien Raum und Bewegung
durch die Erfahrung gegeben.
Wenn aber Raum und Bewegung nicht Object der Erfahrung
sind, so folgt keineswegs, dass sie nicht unveränderlichen
d. i. Naturgesetzen unterworfen, d. h. dass die Wissenschaften
von beiden in diesem Sinne nicht Naturwissenschaften
seien. Vielmehr stammt gerade, was in anderen Naturwissenschaften,
z. B. Astronomie und Physik, wirklich unveränderlich
ist, aus der Anwendung der allgemeinen geometrischen und
mechanischen Gesetze auf concreto Naturkörper. Wenn es
wahr ist, was oben bemerkt wurde, dass ,Unveränderlichkeit 1
einer gewissen beobachteten Succession von Erscheinungen
selbst niemals beobachtet, also die streng ausnahmelose Beschaffenheit
eines angeblichen ,Naturgesetzes' niemals auf dem
Wege blosser Induction ausser Zweifel gesetzt werden kann,
so ist hervorzuheben, dass der Umstand, dass Raum und Bewegung
keine Gegenstände der sinnlichen Beobachtung sind,
dem Unternehmen günstig sei, die Unveränderlichkeit ihrer
Gesetze darzuthun. Da auf das sinnlich Unerfahrbare die Methode
der Erfahrung (die Induction) keine Anwendung finden
kann, bleibt dasselbe zugleich von den Mängeln verschont, die
von dieser unzertrennlich sind. Der grösste derselben ist, dass
sich auf ihrem Wege zwar die höchste Wahrscheinlichkeit
(moralische Gewissheit), niemals das Bewusstsein apodiktischer
Nothwendigkeit erreichen lässt.
Letzteres aber ist, was kein Mathematiker in Abrede
stellen wird (am wenigsten der ,ancien eleve' der polytechnischen