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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 77. Band, (Jahrgang 1874)

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Zi  inmermann.

Er  vergleicht  ihn  dem  Eindruck  (empreinte),  den  ein  Körper
zurücklässt  iu  dem  Fluidum,  in  das  er  gelegt  worden  ist,  und
der  vom  geometrischen  Gesichtspunkte  aus  (sous  le  rapport
geometrique)  diesem  selbst  ohne  Schaden  substituirt  werden
kann.  Doch  muss  ihm  selbst  jener  ,Eindruck',  welcher  genau'
genommen  mehr  die  Abwesenheit  eines  Objectes  als  selbst  ein
Object  darstellt,  nicht  als  passender  Gegenstand  einer  Sinneswahrnehmung ­
  erschienen  sein.  Einen  solchen  kann  nur  ein
Physisches  abgeben;  soll  die  Geometrie  eine  ,Science  physique'
d.  i.  eine  auf  Beobachtung  gegründete  Wissenschaft  sein,  so
bleibt  nichts  übrig,  als  dem  Gegenstände  derselben,  dem  geometrischen ­
  Raume,  nicht  nur  ,Objectivität‘,  sondern  ,physische'
Natur  beizulegen.  Das  ,unbestimmte  Mittel',  welches  als  Raum
(espace)  alle  Körper  des  Weltalls  in  sich  umfasst,  wird  selbst
als  ,körperlich'  und  zwar  als  ,analog  dem  wirklichen  Mittel,
in  dem  wir  leben,  gedacht',  so  zwar,  dass  wenn  dieses  flüssig
wäre,  statt  dass  es  gasig  ist,  auch  der  geometrische  Raum  als
ein  Fluidum  vorgestellt  würde  (tellement,  que,  si  ce  milieu
etait  liquide,  au  lieu  d’etre  gazeux,  noti’e  espace  geometrique
serait  sans  donte  concu  aussi  comme  liquide).
Kant’s  Warnung,  den  Raum  nicht  für  einen  empirischen
Begriff  zu  nehmen,  der  von  äusseren  Erfahrungen  abgezogen
worden  sei,  ist  der  positiven  Philosophie  nicht  zu  Ohren  gekommen; ­
  ebenso  wenig  die  Kunde  von  seiner  und  Berlceley’s
Verwandlung  desselben  in  ein  subjectives  Phänomen.  Dennoch
erklärt  Comte  weiter  die  Vorstellung  der  Ausdehnung,  abgesondert ­
  von  den  Körpern,  an  denen  sie  uns  offenbar  wird'
(separement  des  corps,  qui  nous  la  manifestent),  für  eine  blosse
,Hypothese',  für  ein  fundamentales  Bild'  (image  fondamentale)
und  eine  ,allgemeine  Abstraction'.  Wenn  die  obigen  Ausdrücke
für  eine  ,objective'  Existenz  des  Raumes  sprechen,  so  scheinen
die  letzteren  auf  eine  solche  nur  ,in  Gedanken'  hinzudeuten.
Wollten  wir  also  auch  zugeben,  dass  derselbe  ein  Gegenstand
der  Beobachtung,  so  Hesse  sich  doch  nicht  leugnen,  dass  er
als  blosses  ,Bild'  von  den  realen  Phänomenen  der  Astronomie,
Physik  u.  s.  w.  wesentlich  unterschieden  sei.  Der  Wahrnehmung
durch  den  äusseren  Sinn  (die  einzige  Erkenntnissquelle  der
positiven  Philosophie)  ist  eine  ,Abstraction',  ,Hypothese'  oder
ein  ,Bild‘  der  Einbildungskraft  sicher  nicht  zugänglich.  Auch
            
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