Johannes Laski, Erzbischof von Gnesen.
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Hände im Spiele hatte, so dürfte auch das hier erwähnte Mädchen
niemand anderer sein, als Anna Koscielecka. Man ersieht
in diesem Falle, dass Laski ursprünglich als Bräutigam derselben
nicht seinen Neffen im Auge hatte, wie er ja noch 1517
ausruft: ,Weiss Gott, an wen sie ihre Vormünder vermälen
werden'. 1 Der junge Laski 2 aber, von dem Tomicki spricht,
dürfte Hieronymus sein.
Wie wir aus jenem Briefe ersehen, trat sonach der junge
Laski durch seine Heirat ein reiches Erbe an. Allein missgönnten
die Gegner Laski die Verbindung seines Neffen mit
einem angesehenen einflussreichen Hause, wie jenem des Castellans
von Posen, so ist es nicht auffallend, dass sie auch
diejenige des jüngeren Laski mit der reichen Erbin von Rituani
mit scheelem Blicke betrachteten. 3 Wirklich sah sich Hieronymus
bald in einen Process über das Heiratsgut seiner Gattin
verstrickt. Ohne Zweifel bezieht sich auf diese Angelegenheit
ein Brief Tomicki’s (1522), worin erzählt wird, dass in Laski’s
Aufträge dessen Neffe Rambiewski nach Wilno gekommen sei,
um den König zur Rückkehr in’s Reich und Einberufung der
Particularconvente aufzufordern. ,Ich meine aber', heisst es
weiter, ,dass er vielmehr über die Feindschaft der Familie
Pilcza betroffen ist, obgleich ich von meinem Bruder, dem
Castellan von Beiz, als er hier war, erfuhr, dass sie, obgleich
1 Testam. 29 b. vgl. 34 b: ,circa desponsacionem virginis Rytwenslsa, iu
quantum dei g'racia istud me uiuente erit.‘ Mit dem von Tomicki vereitelten
Heiratsprojecte hängt es vielleicht zusammen, dass L. sich in
jenem Jahre (151(5) längere Zeit auf den Gütern zu Rituani aufhielt, um
Grenzstreitigkeiten beizulegen, und dass er das dortige Schloss ausbessern
liess, welches jedoch, während er sich daselbst aufhielt, abbrannte.
Testam. 26 a.
2 ,filius domini Laski.“
3 Die Hs. 44 fol. der Univ. Bibi, zu Krakau enthält u. a. ein Gedicht unter
dem Titel: ,Responsio pro Cimba ad Corbitam (Anspielung auf L’s Wappen)
per G. Phi. Hispanum, das mit den Versen schliesst:
,At tua magna ratis roseis onusta relictis
Et quas technarum lerna parauit opes
Cum uelo et remis careat sitque auchora nulla
Die mihi quo recto nauigat illa modo?“
und dazu die Randnote derselben Hand: ,Intelligit bona Ritfiani vnacum
vxore de domo Kosarum illata in domum Lasko. 1 laec vxor nupsit Hieronimo
Xjasko.“
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