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Z e i s s 1) e r g.
dam in Basel auf, der ihn im hohen Grade liebgewann. 1 Von
da ging er nach Padua. 1526 trat der jüngere Laski die
Heimfahrt an; zur Zeit, da sein Oheim starb, war er bereits
Probst zu Gnesen und L§czyc. So lange dieser lebte, hielt
Laski der Jüngere wenigstens äusserlich an der römischen
Kirche fest, wesshalb wir es uns erlassen dürfen, auf seine
späteren ebenso wechselvollen als merkwürdigen Lebensgeschicke
einzugehen. Er selbst schrieb später, als er sein Vaterland
auf lange Jahre hinaus verlassen musste: ,Ich war ein rechter
Pharisäer, mit Titeln und Pfründen von meinen Knabenjahren
her reichlich ausstaffirt; durch Gottes Gnade habe ich das
alles verlassen, verlassen mein Vaterland und meine Freunde,
unter denen ich nicht leben konnte als ein Knecht Christi;
nun will ich in der Fremde meines armen für mich gekreuzigten
Herren Christi armer Knecht sein'.
Ein dritter Bruder, Stanislaus, der gleich Hieronymus
diplomatische Sendungen übernahm, wird in unserem Tesatmente
nicht erwähnt. 2
Wie oben bemerkt wurde, war die Gemahn des Hieronymus
Laski Anna Koscielecka, aus dem Hause Rituani, Sie
ist die in unserem Testamente mehrfach erwähnte: ,Rittfienska
uirgo', Tochter des Adam Ritwiensky oder Kurozwansky. 3
Wir besitzen noch einen Brief Tomicki’s, worin dieser Lukas
von Görka, Castellan von Posen und Generalstarosten von
Gross-Polen, vor der Verbindung seines Sohnes mit einem
jungen Mädchen, mit dem derselbe zugleich eine reiche Erbschaft
zu Rituani antreten würde, und vor der Vermälung
einer seiner Töchter mit einem jungen Laski warnt. 1 Da, wie
es heisst, bei beiden Angelegenheiten der Erzbischof, ,der nie
ruht, vielmehr stets Himmel und Erde in Bewegung setzt', die
1 Die Zuschrift des Erasmus an L. (1527), von der Bartels 9 spricht,
dürfte wohl an den jüngeren gelichtet sein.
2 Vgl. Acta Tomic. VIII. 310.
3 Eines Neffen des Bischofs Krzeslaw von Wloclawek. Vgl. das Register.
Die Identität erhellt aus dem Testam. 21 a., wo L. und Czykowski als
Vormünder bezeichnet sind: vgl. oben. Auch ist die ,uirgo R.‘ 1518
(Testam. 34 b.) noch nicht verheiratet, später wird dagegen nur mehr Anna
erwähnt.
4 Acta Tomic. IV, 39. nr. XLIII.