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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 77. Band, (Jahrgang 1874)

Johannes  Laski,  Erzbischof  von  Gnesen.

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Nähe  des  Ortes,  wo  er  sterben  werde,  wenn  in  Polen,  so  in
der  Kirche  zu  Lasko  unter  den  Ahnen  oder  in  einer  der
Kathedralkirchen,  deren  Beneficien  er  geniessek  1
Als  Kanzler  hatte  Laski  sich  sein  Grab  in  der  Gnesener
Kirche  vor  dem  Chor  zu  Seiten  oder  zusammen  mit  seinem
Freunde,  dem  Decan  Jaszko  gewünscht  und  seine  Testamentsvollstrecker ­
  gebeten,  in  letzterem  Falle  an  dessen  Monument
auch  sein  Wappen  anzubringen,  ,nicht  zum  Prunke,  sondern
um  andere  zu  veranlassen,  uns  im  Guten  nachzuahmen,  wenn
anders  dessen  an  uns  zu  rühmen  ist'. 2  Als  Erzbischof  bestimmte ­
  er  1511  zu  seiner  letzten  Ruhestätte  in  der  Domkirche
den  Platz  ,zwischen  dem  Grabe  des  h.  Adalbert  und  dem  Altar
an  der  Säule  gegen  die  Mansionariek  3
In  Rom  erlangte  Laski  (27.  Juli  1515)  vom  Papste  die
Erlaubniss,  Erde  von  den  Friedhöfen  des  Campo  Santo  und
S.  Gregorio  in  Rom  nach  Gnesen  überführen  und  mit  derselben
den  Friedhof  seiner  Metropolitankirche  bestreuen  zu  dürfen,
sowie  für  die  daselbst  Ruhenden  alle  jene  Indulgenzen,  deren
sich  die  auf  jenen  Gottesäckern  der  ,Stadt'  Begrabenen  erfreuen'. ­
  4  In  Folge  dessen  bestimmte  er  1516  den  Gnesener
,campo  Santo'  zu  seiner  Ruhestätte,  über  der  sich  ein  Stein  mit
Inschrift  erheben  sollte. 6
Zu  diesem  Behufe  wurden  zu  Gran  sechs  Marmorsteine
bestellt:  6  für  sein  eigenes  Grab  und  für  die  Gräber  Krzeslaw’s,
seines  Wohlthäters, 7  Andreas  Roza’s,  seines  Vorgängers  auf
dem  Gnesener  Stuhle, 3  seines  Bruders  Andreas  Laski’s  und
des  Bischofs  Radlica  von  Krakau,  seines  Ahnherrn. 9  Ueberdies
  Hess  er  auf  jenem  Friedhofe  dem  h.  Stanislaus  ein  Kirchlein ­
  erbauen,  19  zwischen  welchem  und  der  Domkirche  er  begraben ­
  werden  wollte,  um  unter  dem  Schutze  der  beiden  grössten ­
  Landesheiligen  zu  ruhen.  11  Es  war  Laski’s  Absicht,  an
der  Stanislauscapelle  einen  oder  mehrere  Vicare  anzustellen. 12
1  Testam.  ‘2a.  2  Ebenda  13  a.  2  Ebenda  19  b.
4  Theiner  1.  c.  II,  3G4.  nr.  393.
5  Testam.  ‘27  a.  vgl.  28  b.  30  b.
0  Ebenda  30  a.  33  a.
7  Eetowski,  Katalog  III,  ‘225.  1523  war  Krzeslaws  Grabstein  noch  nicht
vollendet.  Testam.  38  a.  b.  8  Ebenda  II,  74  mit  der  Inschrift.
9  Diesem  auf  dem  Wawel.  Ebenda  III.  280  die  Inschrift.
10  Testam.  39  a.  11  Ebenda  40  b.  39  a.  12  Ebenda  40  b.
            
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