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Zeissberg.
wissen übrigens bloss, dass der Papst Clemens VII. Johann
Laski und seine Familie mit dem Banne belegte und eine
Untersuchung anordnete, in Folge deren der Cardinal von Ancona,
Petrus, Bischof von Sabina, den Primas nach Rom vorlud.
Die in den leidenschaftlichsten Ausdrücken abgefasste
Citation bezeichnet Laski als ,nur dem Namen nach Erzbischof,
in Wahrheit ErzteufeP, stellt ihn auf eine Stufe mit Datan,
Korym, Abyron, Judas, nennt seinen Neffen einen zweiten
Herostratus und wirft dem Primas vor, dass er aus dem Erlös
veräusserter Kirchengüter habe Waffen anfertigen lassen, die
den Türken nach Ungarn gesendet worden seien. Laski, tiefgebeugt
durch den Vorfall, dachte einen Augenblick daran,
seine kirchliche Würde niederzulegen. 1 Es heisst jedoch, dass
es Laski gelang, sich in einem Briefe an den König zu rechtfertigen,
indem er die Schuld auf seinen Neffen schob, der
ohne sein Wissen gehandelt habe. 1 In der That vollzog Laski
am 20. Februar 1530 zu Krakau Sigismund August’s Krönung, 2
auch wohnte er im Laufe dieses Jahres noch einer Piotrkower
Synode bei, auf welcher Drzewicld als Bischof von Kujavvien
und Johann Latalski, damals Bischof von Posen, um das Vorrecht
der Krönung bei Abwesenheit des Primas stritten. Laski
entschied für Kujawien. Doch wurde der Streit erst nach
Laski’s Tode 1532 endgültig zu Gunsten dieser Kirche ausgetragen.
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Laski starb in den oberen Zimmern der Residenz zu
Kalisz am 19. 4 Mai 1531. Vom 15. Mai datirt sein letztes
nicht mehr eigenhändig aufgesetztes Testament. 5 Den letzten
Dienst erwiesen ihm Johann Latalski, Bischof, und Lukas
von Görka, Castellan von Posen und Generalstarost, später
Bischof von Kujawien. 11 Ein in demselben Jahre (5. Juni) zu
Krakau bei Mathias Scharffenberg erschienenes .epicedium'
Laski’s hatte den ihm befreundeten Arzt Josef Struthius von
Posen, später in Diensten Solimans, zum Verfasser. 7
Als das Testament begonnen wurde (1495), iiberliess Laski
den Vollstreckern die Wahl seines Begräbnissplatzes ,in der
1 St. Buzeiiski, Zywoty arcybiskupow Gniezuienskich. Wilno 1860. T. II, 100.
2 Wapowski 1. c. 230. 3 f,etowski II, 98. 4 18. Mai. Bielski.
6 Testara. 42 a. c Jietowski III, 283. 7 Janociana I, 262.