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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 77. Band, (Jahrgang 1874)

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Zeissberg.

Uebrigens  hat  der  König  ja  längst  auf  Verlangen  des  Herrn
Erzbischofs  zu  seinem  Nachfolger  den  Bischof  von  Wloclawek
(Mathias  Drzewicki)  bestimmt  und  ich  habe  durchaus  keinen
Grund  dem  entgegenzuarbeiten.' 1
Leider  verlässt  uns  mit  dem  Jahre  1528  unser  treuer
Führer  auf  dem  Wege  durch  Laski's  Leben.  Die  trotz  ihrer
entschiedenen  Parteistellung  unschätzbaren  Acta  Tomiciana
liegen  bisher  nur  bis  zu  jenem  Jahre  gedruckt  vor.  Die  Lücke,
die  sich  daraus  für  die  drei  letzten  Lebensjahre  Laski’s  ergibt,
berührt  uns  um  so  schmerzlicher,  als  uns  in  Folge  davon  für
einen  der  merkwürdigsten  Vorfälle  bis  auf  die  Thatsache  selbst
jede  eingehendere  Kunde  fehlt.
Nachdem  die  zu  Olmütz  gepflogenen  polnischen  Vermittelungsversuche ­
  gescheitert  waren,  begann  zwischen  Ferdinand ­
  und  Zapolya  der  offene  Krieg.  Am  25.  September  1527
verlor  Zapolya  das  Treffen  bei  Tokaj,  in  Folge  dessen  er  nach
Siebenbürgen  floh.  Als  er  sich  auch  hier  nicht  zu  behaupten
vermochte,  begab  er  sich  nach  Polen,  wo  er  in  dem  Schlosse
des  mit  den  Laski  befreundeten  Johann  Amor  Tarnowski  von
Tarnow  Zuflucht  fand  und  auf  neue  Mittel  zur  Fortführung
des  Krieges  sann.  Unter  den  Freunden,  die  seine  Sache  fand,
ragt  besonders  Georg  Martinuzzi  hervor,  Kroate  von  Geburt,
welchen  er  jedoch  in  Polen  kennen  lernte,  da  derselbe  damals
Prior  des  Paulinerklosters  zu  Czestochow  war.  Während  dieser
im  Laufe  des  Jahres  1528  dreimal  zu  Fuss  nach  Ungarn  reiste,
um  die  Verbindung  mit  Zapolya’s  Anhängern  zu  unterhalten,
begab  sich  Hieronymus  Laski  nach  Constantinopel,  wo  er,  unterstützt ­
  von  dem  bekannten  Venetianer  Gritti,  den  Grossherrn
für  Zapolya  gewann,  und  so  über  den  Westen  Europas  jene

1  Acta  Toinic.  IX.  nr.  CLX.  Am  1.  Nov.  1527  schreibt  (ebenda  nr.  CLII.)
Andreas  Krzycki  an  Tomicki:  ,Miseram  non  ita  pridein  ad  illum  nostrum
Ardelionem  causa  visendi  eius  et  säeerdotium  illud,  quod  mihi  debet,
exigendi.  Non  respendit  mihi  per  meum  nuncium,  sed  misit  vicissim  ad
me  illum  dextrum  suum  oculum.  Qui  cum  ad  prandiiun  venisset,  nescio
qua  fortuna  venit  ordine  euangelium  adolescenti,  qui  ad  mensam  legere
solet:  ,attendite  a  falsis  prophetis,  qui  ad  vos  ueniunt  sub  habit.u  ovimn,
intus  vero  sunt  lupi  rapacesh  Puduit  me,  ne  res  videtur  data  opera  instructa,
  sed  rursus  mirabar  omen  tarn  appositum  eius,  quod  sequutum
fuit,  nam  tota  illa  legatio  id,  quod  euangelium  predixit,  continebat/
            
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