Johannes Easki, Erzbischof von Gnosen.
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zu machen suchen. Wisst, dass sie den Einen, den kurzen,
(Andreas von Tanczin) offen beschuldigt, über den Andern
(Hieronymus Laski) sich höchlichst wundert, dass er derartiges
anstrebt. Denn dem Erzbischof und seinen Praktiken ist sie
so abhold, dass sie ihn öffentlich einen Intriguanten nennt und
sie ist heftig erzürnt darüber, dass er sich das Patronatsrecht
über das Warschauer Archidiaconat vom Könige erwirkt und
dass Euere Gnaden die Urkunde darüber ausgestellt hat, inden
sie bemerkte, dass, wenn sie zugegen gewesen wäre, sie
ihn gehindert haben würde, das Archidiaconat zu erlangen;
aber sie werde dafür sorgen, dass er Zeit ihres Lebens keine
seiner Praktiken fernerhin bei dem Könige durchsetze.' 1
Laski hatte allerdings die schwache Seite seines Feindes
richtig herausgefunden, wenn er darauf ausging Tomieki zum
Verzicht auf das Vicekanzleramt zu zwingen, 2 das er gegen
ausdrückliche Verfassungsbestimmungeu als Bischof nicht aufgegeben
hatte. Wagten andererseits die Gegner des Erzbischofs
in Hinblick auf seine kirchliche Stellung nicht sich unmittelbar
wider ihn zu wenden, so bot ihnen doch sein Neffe
Hieronymus willkommene Angriffspunkte dar.
Dieser hervorragende Staatsmann, 3 Wojewode von Sieraaz,
hatte bereits 1520 und 1523 als Gesandter an den Kaiser 1 und
an den König Franz 1. von Frankreich sich hervorgethan.
Nicht uninteressant ist es, dass Hieronymus vor Antritt der
zweiten Reise zu Vormündern seiner Tochter Hedwig Christoph
Szydlowiecki, Andreas von Teczyn, Wojewoden von Sandomir,
Johann Amor Tarnowski und seinen Oheim, den Erzbischof
bestellte, 5 von denen in Folge der schon erwähnten Ereignisse
der zuerst genannte später zu seinen persönlichen Gegnern
zählte. Im Jahre 1527 erhielt er vom König die Erlaubniss zu
einer Pilgerfahrt nach Loreto, von der Tomieki mit Recht
vermuthete, dass sie religiöse Zwecke nur zum Vorwand nehme.
Dagegen täuschte er sich, wenn er meinte, dass Hieronymus
1 Acta Tomic. IX, nr. LI1. 2 Acta Tomic. IX, nr. XC.
3 Er wird auch Hieroslaus o. Jaroslaus Laski genannt. Vgl. über ihn:
L. Hubert, Hieronim z Laska Laski wojewoda Sieradzki in Biblioteka
Warszawska 1861. 3. 93 ff., eine Abhandlung, in der zwar hie und da
neues ungedrucktes Material verwerthet wird, der Gegenstand jedoch nicht
erschöpft ist. 4 Tcstam. 39 b. 5 Hubert a. a. O. 98. .