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Zimmermann.
Vollendung- (nne teile perfection scientifique) jemals für erreichbar
gelten dürfte. Sei die Einheit der Wissenschaft d. i.
die Deduction aller Erscheinungen aus einem einzigen Gesetz
auch noch ,so ersehnt* (si desiree) und die Annahme der
Newton’schen Gravitation als eines solchen jener auch noch
so günstig, wir sind noch zu fern (trop loin) von derselben,
als dass dergleichen Versuche schon jetzt ,am richtigen Ort*
(raisonn ables) wären.
Vorläufig bedeutet positive Philosophie die Betrachtung
sämmtlicher der Beobachtung zugänglicher Erscheinungen als
unter unveränderlichen Naturgesetzen stehend, keineswegs aber
die Ableitung aller, wie verschieden sie sonst seien, aus einem
einzigen Naturgesetz. Das Streben nach Einheit in der Gesetzgebung
der Natur geht auf durchgängige Gesetzlichkeit im
Reich der Erscheinungswelt, noch nicht auf die Herrschaft
eines einzigen Gesetzes. Die ,Homogeneität* aller sich der Beobachtung
darbietenden Erscheinungen in einer schliesst deren
,Heterogeneität* in anderen Beziehungen nicht aus. Es ist nicht
Comte’s Absicht, darzuthun, dass alle natürlichen Phänomene ,im
Grunde identisch* (au fond identiques) und nur den verschiedenen
Umständen entsprechend scheinbar verschieden seien. Die
positive Philosophie wäre zwar ,ohne Zweifel* vollkommener,
wenn es so wäre. Erforderlich aber ist eine solche Bedingung
zu ihrem systematischen Ausbaue keineswegs, ebensowenig
wie zur Erfüllung der ,grossen und günstigen Folgen* (grandes
et heureuses consequences), welche die positive Philosophie
von sich verheisst. Es gibt nur eine Einheit, welche dazu unentbehrlich
ist, das ist die Einheit der Methode; diese ,kann und
soll* (peut et doit) existiren und sie existirt bereits in dem
grösseren Theile (en majeure partie) der Wissenschaften. Was
die Lehre' (doctrine) selbst betrifft, so ist nicht nöthig, dass sie
eine (une) sei; es genügt, wenn sie gleichartig* (homogene)
ist. Einheit der Methode und Gleichartigkeit der Lehre ist der
zweifache Gesichtspunkt, unter welchem der cours de philosopliie
positive die verschiedenen Gebiete positiver Theorien
in’s Auge fasst. Immer bestrebt, die Zahl der zur Erklärung
der Natur unentbehrlichen allgemeinen Gesetze auf ein Minimum
zu beschränken, was in der That das philosophische Ziel der
(Natur-) Wissenschaft (science) ausmacht, halten wir die