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Z eissberg.
sehen zu verführen; wenn nicht dieser selbst, so sei doch
Ciolek dessen Ebenbild. 1
Wir wissen nicht, welchen Eindruck dieser Brief Laski’s
in dem Könige hervorrief. Uebrigens brach den Streit Cioleks
Tod ab, der bald darnach (22. Sept. 1522) eintrat 2 und den
Erzbischof von einem mindestens lästigen Gegner für immer
befreite. Dagegen wuchs die Spannung gegen Tomieki und
dessen Anhang immer mehr. Wir sind indess, um dies Verhältniss
zu verfolgen, genöthigt, zum Jahre 1519 zurückzukehren,
von dem wir uns entfernten, um Laski’s letzte Beziehungen
zu Ciolek im Zusammenhänge mit seinen eigenen
vorausgegangenen Bestrebungen zu beleuchten.
Bald nach der Rückkehr aus Preussen wohnte Laski dem
Generalconvente bei, der am 2. Februar 1519 zu Piotrkow eröffnet
wurde. 3 In der preussischen Angelegenheit hatte Laski
in Wahrheit nichts erreicht; auch der Versuch, den der Bischof
von Pomesanien noch in den letzten Tagen dos Jahres 1519
machte, durch Laski’s Einfluss die über Preussen hereinbrechende
Kriegsfurie Polens zu beschwören, blieb erfolglos. 1
Vielmehr berief Sigismund schon auf den 25. November einen
Convent nach Thorn, auf welchem unter andern der Krieg
gegen den Orden endgiltig beschlossen wurde.
Am 15. November verlicss der König Krakau, um sich
selbst auf den Convent zu begeben. Wenige Tage zuvor
jedoch erschien Laski in Krakau, nach Tomieki ,eiligst und
zur allgemeinen Verwunderung“. ,Er machte“ sagt dieser ,im
königlichen Käthe die Ansicht geltend, dass S. Majestät den
Convent nicht in Preussen, sondern anderswo abhalten möge,
indem er die Unsicherheit zum Vorwände nahm .... ferner
rieth er, dass der König mit den verfügbaren Truppen sogleich
den Krieg eröffnen möge.“ Doch fanden beide Vorschläge kein
1 Acta Tomic. VI, 57—G9. nr. L.
2 Janociana III, 119.
3 Vgl. Acta Tomic. V, 1. Laski als Zeuge in einer Urk.: ,dominica carnispriuii.
1 Vgl. auch Bischoff F. Das alte Recht (1er Armenier in Lemberg
(Sitzb. d. k. Ak. d. W. XL. Bd. Wien 18G2. S. 301.)
4 Voigt, Gesell. Preuss. IX, 573.