Johannes Laski, Erzbischof von Gnesen.
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von 1000 Gulden verpflichtet, den Notar zu stellen, habe aber
sodann längere Zeit in Polen verweilen müssen, um verschiedene
Schulden einzutreiben, für die er sich in Rom verbürgt
hatte, und endlich um seine Ehre zu lösen, jenen Notar
zu Thorn dem König und auf einer Synode zu Piotrkow dem
Erzbischöfe und den Bischöfen vorgeführt, wo derselbe die
Echtheit des Schriftstückes bezeugte und die Absicht äusserte,
binnen kurzem mit Rambiewski zur Ablegung derselben Zeugenschaft
nach Rom zu reisen. Inzwischen habe jedoch Ciolek
jenes Pönal von einem gewissen Czurilo zu Rambiewski’s Nachtheil
erworben und diesen selbst mit kirchlichen Censuren belegen
lassen. ,Viele Männer 4 schreibt Laski, ,mein Fürst, geistlichen
und weltlichen Standes und von hohem Range sind excommunicirt
worden und dennoch hält man sie nicht für schlecht.
Denn auch Kaisern und Königen ist ähnliches begegnet, ohne
dass sie deshalb an ihrer Ehre eingebüsst; gleiches ist Ciolek
selbst widerfahren und er war lange Zeit unter Excommunication,
ohne deshalb zu dulden, dass man ihn schmähe, da ja ein
solcher Fall nicht die guten Eigenschaften der Menschen zu
mindern pflegt. 4
Ebenso falsch sei die Behauptung, Rambiewski sei auf
Cioleks Verwendung absolvirt worden. Denn nach dem Briefe
des römischen Kaufmanns Ludouico, in welchem das breue
absolucionis enthalten war, wurde flies vielmehr durch den
Widerstand verzögert, den Ciolek entgegensetzte.
Ciolek freilich wasche sich, wie Pilatus, die Hände in
Unschuld: er sage, in den Acten der Curie finde man nicht,
dass auf sein Verlangen ein Pole je eingekerkert worden sei.
Allein Hieronymus, der Bote des Cardinais de Grassis, habe der
Königin auf die Frage, weshalb sein Herr deren Fürbitten
für Rambiewski und andere nicht entsprochen habe, erwidert,
dass der Cardinal wegen des Widerstandes, den ihm der Gesandte
(C.) entgegensetze, nichts habe erreichen können.
Endlich schliesse Ciolek seine Schmähschrift mit der Bemerkung,
er werde, zurückgekehrt, den Beweis liefern, dass er
wie Christus von den Kirchenfürsten angeklagt werde. Darauf
sei zu erwidern: schon die Propheten sagten, es werde einst
einer kommen und sich für Christum ausgeben, um die Men-