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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 77. Band, (Jahrgang 1874)

Johannes  Easki,  Erzbischof  von  Gnesen.

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sei,  der  daher  mit  Unrecht  behaupte,  dass  er  ihm  diesen  Erfolg ­
  verarge.
Ebenso  falsch  sei  es,  wenn  Ciolek  Laski’s  Gegnerschaft
als  Ausfluss  persönlicher  Verstimmung  darüber  hinzustellen
suche,  dass  er  der  Gnesener  Kirche  ihren  Antheil  an  dem
Jubiläum  entrissen  habe.  Dies  sei  vielmehr  längst  erloschen
und  eine  Verlängerung  nicht  nachgesucht  worden. 1  ,So  wie
übrigens'  fügt  Laski  hinzu,  ,Eure  Majestät,  ohne  meinen  Rath
ihn  (C.)  zum  Gesandten  ausersah,  so  hat  auch  weder  Eure
Majestät  noch  er  selbst  mir  etwas  betreffend  das  Jubiläum
oder  andere  Aufträge  mitgetheilt.  Aber  da  Eure  Majestät
mich  in  dieser  Sache  ihm  vorzuziehen  unterliess,  was  doch
mit  Erlaubniss  gesprochen,  Eure  Majestät,  wenigstens  ohne
mich  zuvor  zu  Rathe  gezogen  zu  haben,  nicht  hätte  thun
sollen,  so  hat  sein  Uebermuth  sich  nicht  allein  gegen  meine
Person,  sondern  auf  Erlangung  der  Exemtion  und  des  Cardinalats
  und  gegen  andere  Unterthanen  Eurer  Majestät  gerichtet, ­
  da  es  ganz  natürlich  ist,  dass  eine  Inconsequenz  die
andere  nach  sich  zieht/
Irrig  sei,  heisst  es  ferner,  die  Behauptung  Cioleks,  der
Sammler  des  Peterspfennigs 2  sei  mit  seinen  Untergebenen
immer  eximirt;  diese  Exemtion  beschränke  sich  stets  auf
dessen  Person  und  Familie.  Laski  vertheidigt  hierauf  die  ihm
von  Leo  X.  (1513) 3  bezüglich  eines  dem  Gnesener  Official
zu  reservirenden  Canonicats  und  der  Pfarre  zu  Znene  gewährten ­
  Vergünstigungen,  welche  Ciolek  zu  beseitigen  suche,
widerspricht  der  Behauptung  des  letztem,  dass  er  um  1000  Ducaten
  die  Beneficien  Czepels  gekauft,  von  denen  nur  einen
Theil  der  Papst  nicht  ihm,  sondern  seinen  Freunden  zugewendet ­
  habe  1  und  geht  sodann  zu  einem  anderen  Streitpunkte
mit  Ciolek,  der  das  Gnesener  Cancellariat  betraf,  über.
Auf  Czepel  war  Przeczen  in  dieser  Würde  gefolgt,  doch
bald  darnach  gestorben.  Darauf  ernannte  der  König  auf  Bitten
des  Bischofs  von  Wloclawek  Stanislaus  Lypowiec,  der  sich
1  Vgl.  Acta  Tomic  IV,  34S;  jedoch  auch  ebenda  217.
2  Ciolek  hatte  sich  nämlich  in  Rom  dies  Amt  übertragen  lassen,  das  sonst
die  Bischöfe  von  Posen  auszuüben  pflegten.
3  Theiner  II,  345.  nr.  372.  4  S.  oben  S.  54C.
            
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