Johannes Easki, Erzbischof von Gnesen.
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sei, der daher mit Unrecht behaupte, dass er ihm diesen Erfolg
verarge.
Ebenso falsch sei es, wenn Ciolek Laski’s Gegnerschaft
als Ausfluss persönlicher Verstimmung darüber hinzustellen
suche, dass er der Gnesener Kirche ihren Antheil an dem
Jubiläum entrissen habe. Dies sei vielmehr längst erloschen
und eine Verlängerung nicht nachgesucht worden. 1 ,So wie
übrigens' fügt Laski hinzu, ,Eure Majestät, ohne meinen Rath
ihn (C.) zum Gesandten ausersah, so hat auch weder Eure
Majestät noch er selbst mir etwas betreffend das Jubiläum
oder andere Aufträge mitgetheilt. Aber da Eure Majestät
mich in dieser Sache ihm vorzuziehen unterliess, was doch
mit Erlaubniss gesprochen, Eure Majestät, wenigstens ohne
mich zuvor zu Rathe gezogen zu haben, nicht hätte thun
sollen, so hat sein Uebermuth sich nicht allein gegen meine
Person, sondern auf Erlangung der Exemtion und des Cardinalats
und gegen andere Unterthanen Eurer Majestät gerichtet,
da es ganz natürlich ist, dass eine Inconsequenz die
andere nach sich zieht/
Irrig sei, heisst es ferner, die Behauptung Cioleks, der
Sammler des Peterspfennigs 2 sei mit seinen Untergebenen
immer eximirt; diese Exemtion beschränke sich stets auf
dessen Person und Familie. Laski vertheidigt hierauf die ihm
von Leo X. (1513) 3 bezüglich eines dem Gnesener Official
zu reservirenden Canonicats und der Pfarre zu Znene gewährten
Vergünstigungen, welche Ciolek zu beseitigen suche,
widerspricht der Behauptung des letztem, dass er um 1000 Ducaten
die Beneficien Czepels gekauft, von denen nur einen
Theil der Papst nicht ihm, sondern seinen Freunden zugewendet
habe 1 und geht sodann zu einem anderen Streitpunkte
mit Ciolek, der das Gnesener Cancellariat betraf, über.
Auf Czepel war Przeczen in dieser Würde gefolgt, doch
bald darnach gestorben. Darauf ernannte der König auf Bitten
des Bischofs von Wloclawek Stanislaus Lypowiec, der sich
1 Vgl. Acta Tomic IV, 34S; jedoch auch ebenda 217.
2 Ciolek hatte sich nämlich in Rom dies Amt übertragen lassen, das sonst
die Bischöfe von Posen auszuüben pflegten.
3 Theiner II, 345. nr. 372. 4 S. oben S. 54C.