Johannes Jjaski, Erzbischof von Gnesen.
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sollte, so gab ich ihm, dem Befehle unseres heiligsten Herrn
Papstes gehorsamend, von dessen Heiligkeit er mir zweimal
ein Breve vorwies, da er zweifach Legat war. einige Artikel
an, die er selbst im Namen des Papstes den Streitenden Vorbringen
und dem König sowie dem Papste vorlegen sollte,
doch so als kämen sie von ihm selbst, während ich nur dann
mich über dieselben gegen den König aussprechen sollte, wenn
dieser selbst auf Anregung des Bruders Nicolaus darauf zu
sprechen käme; denn der Papst ist als gütiger Vater auf das
Zustandekommen eines Zuges gegen die Ungläubigen bedacht
und deshalb wünscht er die Lösung der preussischen Verwickelung-/
Die abermals auftauchenden Bemühungen Laski’s um den
Cardinalat scheinen nicht ausser Zusammenhang mit den auf
dasselbe Ziel gerichteten Bestrebungen seines .Feindes' 1 des
Plocker Bischofes Erasmus Ciolek zu stehen, der auch sonst
dem Erzbischöfe, seinem Metropolitan, überall entgegenwirkte.
So bewog er den Papst (30. März 1519), zu seinen Gunsten
die Einverleibung eines Krakauer Canonicates in die Plocker
bischöfliche Tafel zu gestatten, wobei er als uns bekanntes
Praejudiz geltend machte, dass zuvor in ähnlicher Weise ein
Canonicat der Plocker Kirche mit dem Gnesener erzbischöflichen
Tische vereinigt worden sei. 2 Ciolek vergass dabei
freilich, dass der König, wie jetzt, auch damals einer derartigen
Vereinigung entgegentrat, weshalb der Papst die Sache
(1524) nochmals untersuchen liess. 3
Auch den Cardinalat erreichte keiner der beiden Gegner.
Laslti zerfiel über die Sache mit dem Palatin von Krakau
Szydlowiecki, der dem zu Rom weilenden Ciolek brieflich mitgetheilt
hatte, dass der Papst für Laski’s Beförderung sei und
dass er selbst den König dafür gewinnen solle. 1 Wahrscheinlich
wirkte der Palatin nun in entgegengesetztem Sinne. Aber auch
Ciolek musste auf Sigismunds Geheiss 5 den Gedanken fallen
lassen. Da strebte nun der Plocker Bischof wenigstens die
Loslösung seiner Kirche aus dem Gnesener Primatialverbande
1 Testam. 38 b. 2 Tlieiner 1. c. II, 398. nr. 413.
3 Ebenda II, 417. nr. 438. 4 Testam. 38 b.
5 Tomic. V, 47. nr. LI, 82. nr, LXXXV.