Johannes Laski, Erzbischof von Gnesen.
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einer Forderung zu Brzesc 1000 Gulden schenkte. Von dieser
Schenkung wurde, wie Laski ausdrücklich bemerkt, auch
Tomicki verständigt und für deren Richtigkeit spricht der zufällige
und deshalb unverdächtige Umstand, dass auch Tomicki
die unmittelbar darnach erfolgte Reise Laski’s nach Kamieniec
erwähnt, um deren Beschleunigung willen, wie Laski sagt, die
Schenkung nicht in aller Form erfolgte,
,Von Kamieniec' sagt Tomicki ,will sich der Erzbischof
nach Lemberg begeben, um daselbst eine Synode abzuhalten,
zu dem Zwecke, von dem dortigen Clerus eine Geldhilfe zur
Deckung seiner römischen Ausgaben zu erwirken. Dasselbe
will er auch auf seiner Synode thun'. Es ist damit vielleicht
dieselbe Synode gemeint, von der es in Laski’s Testamente 1
noch im Jahre 1517 heisst, dass er auf derselben den Bischöfen
das zu Rom erwirkte ,Gnadenjahr' empfehlen wolle. Doch
hinderte ihn an deren Abhaltung zunächst ein Auftrag des
Königs, der ihn nach Ungarn führte.
Zu Anfang des Jahres 1516 erging an Sigismund die Einladung,
sich auf dem ungarischen Landtage (Georgi 23. April)
zu Ofen einzuiinden, auf welchem Jiber die Würde und das
Wohl des Königes Wladyslaw und seines Sohnes Ludwig und
über die Ordnung der Verhältnisse ihres Reichs verhandelt
werden sollte'. Sigismund lehnte für seine Person die Einladung
mit Hinweis auf schwierige und noch unentwirrte
Angelegenheiten seines eigenen Landes' ab, versprach jedoch
an seiner statt seine Räthe, den Erzbischof von Gnesen und
Christoph Szydlowiecki, Palatin vou Krakau, dahin abzusenden. -
Die Gesandtschaft erlitt zwar durch den damals erfolgten Tod
des Königs Wladyslaw (14. März 1516) eine kurze Verzögerung,
ging aber auf dringendes Verlangen des jungen
Königes Ludwig und eines Theiles der Magnaten dennoch ab. 3
Dem Gesandten wurde aufgetragen, sich mit den wohlgesinnten
Magnaten zu verbinden, um die befürchtete tumultuarische
Erhebung eines Gubernators (Zapolya’s) wo möglich hintanzuhalten.
Dagegen sollten sie, um nicht den Anschein unbefugter
Einmischung und um nicht Argwohn bei dem Kaiser zu erregen,
1 27 b. 2 Acta Tomic. IV, 14. nr. VI, 22. ur. XVII.
3 Ebenda 22. nr. XVIII. Testam. 25 a. b.