Johannes Lasld, Erzbischof von Gfnesen.
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Grenzfestung Kamieniec, 1 dem Wunsche der Barone Litthauens
gemäss eine Kreuzbulle gegen den Moskowiter für Dänemark,
Schweden, Schottland, Norwegen und Livland'- und die päpstliche
Bestätigung gewisser Artikel, die der König- aus Anlass
der Wahl des Bischofes Fabian von Ermland mit diesem und
dessen Capitol zu Piotrkow (7. Dez. 1512) bezüglich der
künftigen Bischofs wählen vereinbart hatte, 3 erwirken. 1 Hiezu
kamen endlich Aufträge von geringerem Belange und des
Erzbischofes persönliche Angelegenheiten. Aber im Vordergründe
stand auch hier der Streit mit dem Orden, der zur
Curie seine Zuflucht genommen hatte.
Die Aufträge waren ebenso wichtig, als ihre befriedigende
Erledigung schwierig, zumal der durch Sigismund’s Vermählung
mit Barbara Zapolya in seinen Plänen auf Ungarn gefährdete
Kaiser nunmehr gegen Polen entschieden feindlich auftrat und
sich des Ordens mit Nachdruck annahm. Laski hatte die bestimmte
Weisung, in der Ordenssache gemeinsam mit den in
Rom weilenden ungarischen Gesandten vorzugehen, namentlich
mit Thomas Bakäcs, dem sog. Cardinal von Gran,und mit
dem Protector Polens Achilles de Grassis, dem sog. Cardinal
von Bologna, stets in Coutact zu bleiben. Auch der Cardinal
von S. Croce förderte die Sache Laski’s. (i Zur schriftlichen
Widerlegung der vom Orden erhobenen Beschwerden lieh
dem Erzbischof der damals in Korn weilende Bernhard
Wapowski seine gewandte Feder. 7
Allein trotz dieser mehrfachen Förderung nahm der Streit
mit dem Orden anfangs keinen für Polen günstigen Verlauf.
Wohl heisst es, dass es Laski gleich anfangs gelungen sei, den
Papst, der den König und den Orden aufgefordert hatte, ihre
Sache dem Concil vorzulegen, bis zu dessen endlicher Entscheidung
aber sich aller Gewalttluiten zu enthalten, s dahin
umzustimmen, dass er dem Hochmeister auftrug, seinen Ver-1
Ebenda II, 195. 2 Ebenda II, 176. 3 Theiner 1. c. II, 837 ff.
■■ Acta Toraic. II, 136. 194. 229. 230. Vgl. Eichhorn, Geschichte der erraländischen
Bischofswahlen in Zeitsehr. f. Geschichte u. Alterthumskunde
Ermlands. 1. Bd. Mainz 1860. S. 269 ff.
5 Ebenda II, 200. 230. 0 Ebenda III, 79.
7 Wapowius 1. c. 113, dessen Darstellung indess hier nicht unbefangen ist.
8 Voigt, Gesell. Preussens IX, 450.