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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 77. Band, (Jahrgang 1874)

Zeissberg.

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vent  zu  Danzig  am  Himmelfahrtstage  (29.  Mai)  zu  eröffnen,
um  das  Land  gegen  den  Orden  in  Yertheidigungszustand  zu
setzen,  1  zu  welchem  Behufe  Laski  auf  dem  einberufenen  Tage
den  Capitän  von  Marienburg  mit  einer  Conscription  Preussens
beauftragte. 2  Unerledigt  gebliebene  Punkte  sollten  von  Laski
auf  einem  zweiten  Tage  zu  Marienburg  (24.  Aug.)  verhandelt
werden. 3
Auf  der  Rückreise  von  Danzig  traf  Laski  zu  Marienwerder ­
  mit  dem  Bischöfe  von  Pomezanien  Hiob  von  Dobenek
zusammen,  mit  dem  er  den  Streit  zwischen  dem  Orden  und
Polen  besprach.  Es  war  vermuthlich  eine  Folge  dieser  Unterredung, ­
  dass  bald  darnach  Hiob  die  Meldung  erhielt,  Sigismund ­
  sei  entschlossen  gewesen,  mit  Waffengewalt  in  Preussen
einzubrechen,  sei  aber  auf  den  Rath  des  Erzbischofes  davon
abgestanden  und  erwarte  jetzt  zu  Krakau  eine  geziemende  Gesandtschaft ­
  der  Regenten  Preussens,  die  ihn  um  eine  neue
Verhandlung  zur  Beilegung  dos  Streites  ersuchen  solle,  in
welchem  Falle  er  veranlassen  werde,  dass  namentlich  der  Erzbischof ­
  von  Gnesen  und  der  Bischof  von  Pomezanien  dieser
Verhandlung  beiwohnen  sollten.  Wirklich  ging  eine  preussische
Gesandtschaft  nach  Krakau  ab  und  erhielt  dort  vom  Könige
den  Bescheid,  er  wolle  auf  Laski’s  Gesuch  noch  einmal  den
Weg  friedlicher  Ausgleichung  versuchen  und  dazu  einen  Verhandlungstag ­
  zu  Thorn  im  December  anordnen. 1
Zu  Ende  dieses  Jahres  (13.  Dec.)  treffen  wir  denn  auch
wirklich  den  Erzbischof  zu  Thorn,  wo  er  im  Verein  mit  den
andern  Bevollmächtigten  Polens 5  mit  den  Abgesandten  des
deutschen  Ordens  tagte. 6  Unter  andern  erklärte  hier  Laski
für  den  Fall,  dass  von  Seite  des  Ordens  der  Vorschlag  der
Polen,  ihren  König  zum  Grossmeister  zu  erheben,  angenommen ­
  werden  sollte,  sich  seinerseits  bereit,  dem  Hochmeister ­
  sein  Erzbisthum  zu  übergeben. 7  Doch  war  das  An-1

  Instruction:  ActaTomie.  I,  168.  Vollmacht:  ebendaI,  170.  Auftrag  betretlend
Eibing:  ebenda  174.  Vgl.  ferner  ebenda  190,  191.  SS.  rer.  Pruss.  V,  4G0.
2  Acta  Tomieiana  I,  203,  211,  217,  218,  219.
3  Ebenda  217  —  219.  1  Voigt,  Gesell.  Preuss.  IX,  418.
“  Deren  Namen:  Acta  Tom.  I,  231.  6  Acta  Tomic.  I,  232.  235.
7  Voigt,  Gesch.  Preussens.  IX,  420.
            
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