Johannes Laski, Erzbischof von Gnesen.
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deutungen auf die Spur der Personen, welche damals dem
Plane entgegenwirkten.
Zur Zeit, da Laski und sein Erzbischof in Rom durch
den königlichen Secretär Dr. Nicolaus Czepel 1 ihre Absicht
zu erreichen suchten, befand sich in des Königs Aufträge ein
Mann daselbst, der sich durch Talent und Glück aus niederem
Stande rasch zu einflussreicher Stellung emporgeschwungen
hatte. Es war dies der Plocker Bischof Erasmus Ciolek
oder wie er sich lateinisch nannte Erasmus Vitellius. Zu
Krakau aus unedler Familie entsprossen, 2 angeblich eines
Musikanten Sohn, 3 gewann er selbst als Knabe durch Gesang
und Saitenspiel die Gunst des musikliebenden 4 Alexanders,
damals Grossfürsten von Litthauen, der sich desselben annahm
und ihn zu weiterer Ausbildung nach Krakau und Bologna
sandte. Zu seinen Gunsten umging Alexander, da er König
wurde, eine aus Johann Albrechts Zeit (1496) stammende Verfügung,
5 wonach im Allgemeinen nur Adelige von beiden
Eltern zu höheren geistlichen Würden gelangen sollten, dadurch,
dass er ihn in die Familie Sulima aufnahm und aus
seiner Kanzlei zum Bischof von Plock erhob (1503). Ein
Mann, wie dieser, war dem A del, der ihn als frechen Eindringling
betrachtete, ein Dorn im Auge; naturgemäss gewann
dieser Hass alsbald eine über den einzelnen Gegner hinausreiehende
principielle Bedeutung. Schon der Kastengeist, der
den polnischen Adel in so hervorragendem Masse erfüllte,
würde es durchaus wahrscheinlich linden lassen, dass auch
Laski auf der Seite der Gegner Cioleks sich befand, als man
in Polen, und zwar vor allem die durch ihn schwer beleidigte
Königin-Mutter, die Habsburgerin Elisabeth, seine Abwesenheit
benützte, um auf dem Generallandtage zu Radom (1505)
die ältere Verfügung von 1496 durch eine neue zu verschärfen,
deren Spitze deutlich gegen Ciolek gerichtet war und die,
wenn auch ohne rückwirkende Kraft, dennoch den nach noch
höheren Ehren geizenden Bischof von deren Erlangung ausschloss.
6 Allein es fehlt auch nicht an sonstigen Anhalts-'
Testam. Ub. 2 Janociana II, 83 ff. 3 Acta Tomic. VI. 59
.fidicini filius*. 1 Math, de Miechouia 254. 5 Voll. legg. I,
262. 263. 6 Ebenda 302.