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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 77. Band, (Jahrgang 1874)

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Zeissberg.

Bogdan  uud  wurde  von  Lemberg,  wo  der  König  am  Fieber
erkrankte,  am  15.  November  mit  anderen  Baronen  nach
Kamieniec  zum  Abschluss  eines  Friedens  mit  dem  Wojewoden
abgesandt,  der  daselbst  am  17.  Januar  1510  zu  Stande  kam.  1
Unmittelbar  darnach  reisten  Laski  und  Nicolaus  Firley  von
Dambrowicza,  Palatin  von  Lublin,  nach  Ungarn  ab,  um  dem
dortigen  König  dies  Resultat  mitzutheilen,  wurden  jedoch
unterwegs  zurückgerufen, 2  worauf  Laski  dem  Generalconvent
zu  Piotrkow  3  beiwohnte  und  von  da  dem  Könige  nach  Krakau
folgte. 4
Das  Jahr  1510  bildet  einen  neuen  bedeutsamen  Abschnitt
in  Laski’s  Leben.  Am  20.  April  desselben  starb  nämlich
Andreas  I.  Roza  von  Boryszewice,  Erzbischof  von  Gnesen,
dem  Laski  in  dieser  Würde  folgte.  Doch  ging  die  Sache
nicht  ganz  glatt  vor  sich.
Andreas  war  bereits  Erzbischof  von  Lemberg  gewesen,
als  er  1503  den  Gnesener  Stuhl  bestieg.  Vermuthlich  also  in
Jahren  schon  vorgerückt,  ging  er  bereits  1504 5  mit  der  Absicht ­
  um,  Laski  zu  seinem  Coadjutor  zu  erheben,  womit  sich
für  diesen  die  Hoffnung,  ihm  als  Erzbischof  zu  folgen,  verband. ­
  Die  Erlaubniss  des  Königs  hiezu  ward  erwirkt,  während
in  Rom  das  Gesuch  auf  nicht  näher  bezeichnete  Schwierigkeiten ­
  stiess.  Doch,  irren  wir  nicht,  so  leiten  uns  leise  An-'

  Acta  Tomic.  I,  33,  46,  57.  Vgl.  Dogiel,  C.  d.  P.  I,  606  Testam  16a.
17  b:  ,Regiam  Maiestatem  secutus  in  Russiam/
2  Decins  1.  c.  308.  Acta  Tomic.  I,  62.  Da  letztere  Stelle  einer  Rede  entnommen ­
  ist,  die  Tomicki  noch  im  Laufe  dieses  Jahres  als  Gesandter  vor
König  Wladyslaw  hielt,  so  muss  die  Annahme  Pray’s  annal.  P.  IV,  339,
dem  Katona  Hist,  critica  XVIII,  1596  folgt,  dass  L.  und  Firley  wirklich
den  ungarischen  König  begrüssten,  wohl  verworfen  werden.  Wapowski
1.  c.  94  bringt  die  Reise  mit  dem  beabsichtigten  Türkenzuge  des  Papstes
Julius  II.  (vgl.  92)  in  Verbindung,  und  lässt  sie  im  Aufträge  des  Generalconvents ­
  zu  Piotrkow  erfolgen.  Derselbe  Autor  erwähnt  p.  97  noch  eine
zweite  Reise  Laski’s  und  Firley’s  nach  Ungarn,  die  denselben  Gegenstand ­
  betroffen  hätte  und  nach  dem  später  zu  nennenden  Posener  Tage
(24.  Juni)  erfolgt  sein  müsste.
2.  März  1510.  Bischof!,  Urkk.  z.  Gesell,  d.  Armenier  in  Lemberg  XXIII.
Dogil  I,  355.  19.  März.
Testam.  11  b.

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