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Zi mm ermann.
jeder blos inductiven Philosophie scheidet. Was Comte a priori
und subjective Methode nennt, hat mit dem Sprachgebrauch
Kant’s und dessen Wendung- vom Object zum Subject der Erkenntnis
nur den Namen gemein. Jener verbindet damit den
Begriff einer Erkenntnis, welche sich durch die Erfahrung
weder rechtfertigen lässt noch will; dieser dagegen einer
solchen, welche der letzteren nicht bedarf. Alle Erfahrung hebt
nach Kant’s Worten mit der Erfahrung an, aber darum entspringt
doch nicht eben alle aus der Erfahrung. Erkenntnis
a priori nun ist ihm diejenige, die schlechterdings von aller
Erfahrung unabhängig stattfindet. Dass dieselbe um ihrer
apriorischen Natur willen nicht von der Erfahrung bestätigt werden
könne (wie Comte will), ist so wenig der Fall, dass gerade das
Umgekehrte stattfindet und jede wirklich apriorische d. i. schlechthin
allgemeine und nothwendige Erkenntniss nothwendig von
der Erfahrung bestätigt werden muss. Die unbestrittene Allgemeinheit
und NothWendigkeit der mathematischen Erkenntniss,
die allerdings mit der Erfahrung stimmt, aber doch
nicht (wie die Anhänger der inductiven und positiven Philosophie
sich zu behaupten gezwungen sehen) aus derselben
stammt, liefert das treffendste Beispiel.
Die positive Philosophie umgeht jene Frage. Die Unveränderlichkeit
der Naturgesetze scheint ihr durch die Erfahrunggegeben,
oder was für sie dasselbe bedeutet, das durch die Erfahrung
Gegebene erscheint ihr als unveränderlich. Das von
ihr entdeckte Fundamentalgesetz menschlicher Geistesentwicklung
soll ein solches sein, dem die menschliche Natur mit ,unveränderlicher
Nothwendigkeit' (necessite invariable) unterworfen
ist. Dasselbe kann, wie es ihr scheint, ,fest begründet'
(solidoment etablie) werden, sei es durch ,Vernunftbeweise'
(preuves rationelles), sei es durch ^geschichtliche Thatsachen'
(verifications historiques). Was unter jenen verstanden wird,
geht aus der Angabe der Quelle: ,Kenntniss unserer Organisation'
(connaissance de notre Organisation) hervor. Die Folge
zeigt, dass darunter lediglich die physische und zwar im Sinne
und an der Hand der Gall’schen Schädellehre gemeint ist. Die
Nothwendigkeit des Beginns aller menschlichen Cultur mit
dem theologisirenden, der Abschluss derselben mit dem positiven
Stadium soll aus der Organisation der Theile des Gehirns als